Browserkrieg 2.0?

Steht Entwicklern ein zweiter Browserkrieg ins Haus?
Google trennt sich von der Browser-Engine Webkit, und Opera folgt. Die vereinte bisher Opera, Googles Chrome und Apples Safari – Entwickler konnten so davon ausgehen, dass die Render-Maschine unter der Browseroberfläche für einigermaßen übereinstimmende Interpretationen ihres Codes sorgt. Das könnte in einigen Monaten nicht mehr so sein.

Google kündigt nun an, statt auf Webkit künftig auf Blink zu setzen. Blink wird ein Abspaltung von Webkit, behält also die Status Quo einigermaßen bei, entwickelt sich künftig jedoch eigenständig weiter. Während allein aus taktischen Gründen die Abspaltung bei Google nicht zu überraschend kommen dürfte, ist der Wechsel von Opera hin zum neuen Blink durchaus eine.

Webkit ist ein OpenSource “Unterbau” für Browser. Durch die eigene Abspaltung hiervon verspricht sich Google eine Verschlankung des eigenen Chrome-Browsers, ausserdem könnten neue Features so künftig schneller umgesetzt werden.

Ob Entwickler wie im ersten Browserkrieg zwischen Netscape und Microsoft nun wieder mit Sorgenfalten im Gesicht arbeiten müssen, darf jedoch bezweifelt werden. Alle Browser-Hersteller sind heute in weiten Teilen so weit geprägt, sich an geltende Standards zu halten und Entwicklungen auch unter Berücksichtigung der Entwicklergemeinde zu realisieren. Spannend dürfte es jedoch für den Endanwender werden. Der nächste Browserkrieg wird sich indes wohl auch weniger um Desktop-Rechner als vielmehr um Tablets drehen.

Facebook: Flüchten die Jungen?

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“Die Jugend verlässt Facebook”, titelt Holger Schmidt im Focus.
Beobachtungen offenbaren, dass die Zahl junger Nutzer in den vergangenen Monaten deutlich schneller gefallen ist, als ältere User hinzugekommen sind. In Deutschland wächst Facebook aktuell nur noch in der Gruppe der 45+-Generation, in den USA gar nur noch in der Gruppe der Rentner.
Die Jugend verlässt Facebook wieder, FOCUS

Newsalerts für soziale Netzwerke

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Nichts Geringeres als eine Alternative zu Google News will “talkwalker Alerts” sein. Der neue Dienst des luxemburgischen Social Media Analytics Spezialisten Trendiction durchsucht im Gegensatz zu Google nicht vorrangig News und Websites, sondern soziale Netzwerke. “Mehr als 500 Server durchsuchen das Web ununterbrochen nach News in 187 Sprachen in 247 Ländern”, lässt die Pressemitteilung verlauten. Anderen Diensten wie Social Mention will talkwalker deshalb voraus sein Der Alerts-Service ist kostenlos.

Buzzfeed zelebriert den Long Read

Nutzer im Web wollen kurze, knackige Texte.

Das zumindest ist die viel wiedergekaute These, und bei banalen Themen scheint es in der Tat so – Listen und in Fragmente aufgeteilte Texte sowie Slideshows erfreuen sich nicht ohne Grund hoher Beliebtheit.

Ganz dem Bedürfnis folgend hat Nick D’Aloisio mit seiner App Summly gezeigt, dass kurze News nicht nur gut ankommen, sondern sich mit Hilfe eines Algorithmus auch auf 400 Zeichen zusammendampfen lassen. Belohnt wurde der 17jährige nun durch den Verkauf seines StartUps an Yahoo.

Und während es neue StartUps wie das französische tldr.io (tldr, “To long, did’nt read”) gibt, dessen Nutzer Online-Texte in 800 Zeichen zusammenfassen sollen, zelebriert die Content-Schleuder-Curator-Plattform Buzzfeed den langen Text. So will die Plattform nicht mehr nur eine Community sein, auf der Content als Fast Food gereicht wird. Künftig erscheinen im neuen Ressort “Buzzreads” längere Reportagen und Essays.

Erstes Beispiel ist eine Reportage über Jeff Maryak, der wegen der wirtschaftlichen Situation in den USA nun wieder als Soldat in den Krieg ziehen will.

Blogger und das Leistungsschutzrecht

Das Leistungsschutzrecht hat nach dem Bundestag nun auch den Bundesrat passiert. Für die Macher so mancher Plattform und Blogs Grund genug, das Angebot dicht zu machen. Nicht ganz dicht macht das Lokalblog Heldenstadt aus Leipzig – doch es streicht seine tägliche Presseschau, ein Angebot, mit dem die Macher in den letzten 2 1/2 Jahren viele Fans fanden. Die Konsequenz fällt drastisch aus: Nicht nur macht Heldenstadt seine Presseschau dicht, man nimmt nahezu 1.200 Artikel der Vergangenheit aus dem Netz.

Ist das vorauseilender Gehorsam angesichts eines großen grauen Manns namens Leistungsschutzrecht? In den Kommentaren zur Ankündigung gibt es viele Stimmen, und das lokale Print-Magazin kreuzer nimmt den Artikel zum Anlass einer lesenswerten, kritischen Auseinandersetzung. Alexander Moritz fragt sich beim Studentenradio mephisto 97,6 gar: “Sterben die Nachrichtenblogs?“. Auch das Pottblog fragt sich, ob das #LSR Auswirkungen auf seine bekannten Links anne Ruhr hat.

Alt-Blogger Robert Basic sammelt aktuell in seinem Blog übrigens Stellungnahmen der großen deutschen Verlage, ob und inwieweit Blogger in deren Augen vom Leistungsschutzrecht betroffen sind. Lesenswert.

ImgEmbed will faire Grundlage zwischen Fotografen & Publishern schaffen

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ImgEmbed will nicht weniger, als die Nutzung von Bildern unter Fotografen und Publishern so fair wie nie zuvor machen. Fotografen können über die Plattform eigene Bilder zur Verfügung stellen und Geld verdienen, indem die Bilder Publishern direkt zur Einbindung zur Verfügung gestellt werden. Das Prinzip funktioniert ähnlich den früher offen zugänglichen Embedding-Möglichkeiten auf flickr, mit dem Unterschied, dass ImgEmbed Bildern direkt den Urheber und auf Wunsch (auch nachträglich) ein Wasserzeichen mitgeben kann.

“Collection of Most Creative Facebook Posts”

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Seiten auf Facebook brauchen gute Inhalte, nicht aberwitzige Aufforderungen zur Interaktion. Nachdem es in den letzten Monaten einige prominente Community-Manager in Deutschland gab, die sich gegen billige “Gefällt mir”-Glauberei von Seiten ausgesprochen haben, hat Facebook nun eine eigene Seite gelauncht, die Best Practice Beispiele für gute Inhalte zeigt. Auf Newsfeeder sammelt das Unternehmen derlei Ideen und Beispiele, inklusive Nennung von Urheber und eventuell dahinterstehender Agentur. Sollten sich Community Manager als Bookmark setzen.