Wir sind medienrauschen.
Social. Content. Marketing.

Etwa 70 bis 80 Prozent der Menschen, die sich [in Deutschland] bei Twitter anmelden, springen im Laufe der Zeit wieder ab. Nur etwa 3 Prozent der Menschen, die sich jemals bei Twitter im deutschsprachigen Raum angemeldet haben, sind heute noch täglich als Schreiber aktiv.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie des Unternehmens Peerreach, die für FOCUS deutsche Twitter-Nutzer unter die Lupe nahm.
Auch auch globaler Ebene schafft es Twitter nicht, aus registrierten Nutzer tatsächlich auch aktive Nutzer zu machen. Der Großteil der Registrierungen bei dem Dienst bleibt inaktiv, der Rest spaltet sich zu jeweils ca. 50% in aktive Schreiber und passive Leser.

/Zitat eingangs des Artikels & via Netzökonom, Holger Schmidt



Ich bemühe mich, Internet-Kommentare zu ignorieren. Im Gegensatz zu den Lesern der F.A.Z.-Printausgabe sondern viele Kommentatoren der Schnorrerausgabe im Internet vornehmlich Unsinn ab. Um in jedem zehnten Kommentar vielleicht etwas Interessantes zu entdecken, mag ich mich nicht durch einen Berg von Meinungsmüll und Geplapper lesen.

Michael Martens, Korrespondent der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”, mag die Leser und Kommentatoren der Online-FAZ nicht.

/Rekonstruktion eines Eklats, via newsroom.de



Hopp oder Top?

In einem (noch vor der WhatsApp-Übernahme entstandenen) Text über Facebook sieht Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach – immerhin 'Digital Communications and Innovations'-Chef bei der Kommunikationsagentur achtung! – das Ende von Facebook nahen.
Fest macht er dies zum Beispiel an seinem elfjährigen Sohn, der zwar Instagram und YouTube, nicht aber Facebook nutze: "*Das Silo Facebook ist zu groß und komplex geworden, als dass es Schutzräume böte.*"

Nico Lumma, freier Berater und ebenso wie Lünenbürger-Reidenbach einer der vorderen Social Media Wellen-Surfer, erwidert die Prognose des Werbers mit einer Replik. In der wickelt er dem achtung!-Mann den Facebook-Vergleich mit AOL um den Hals und kommt zu dem Schluss: "*Facebook wird nicht implodieren, denn Facebook erfindet sich täglich immer wieder ein Stück weit neu.*"

Facebook Scheiße zu finden, scheint aktuell hipp in manchen Kreisen. Das Social Media Riese scheint zu straucheln: fern bleibende Jugendliche, gescheiterte Teil-Projekte wie Facebook Home, … Dabei vergisst man schnell, dass die Zahl der aktiven Facebook Nutzer noch immer einen positiven Trend aufzeigt. Ja, die Landschaft der Social Media Dienste fragmentiert zunehmend. Immer wieder versuchen neue Dienste um die Aufmerksamkeit der Nutzer zu buhlen. Doch Facebook ist – auch, dank dicker Brieftasche – der größte Sonnenstrand im Web. Mit Facebook, Instagram und nun auch WhatsApp gehören die drei Social Media-Wale des Fischbeckens zu nur einem Unternehmen.

Facebook wird bleiben. Es ist bereits das Google der sozialen Medien. Trotz der Tatsache, dass Teil-Projekte nicht aufgehen – wie zuletzt das mit offenbar großer Hoffnung veröffentlichte und sensationell gefloppte Facebook Home -, ist Facebook noch nicht am Ende. Ähnlich wie Google versteht es das Unternehmen Flops wegzustecken und zerbrochene Gläser schnell wegzufegen. Home ist letzten Endes für Facebook das persönliche Google Wave gewesen …

Schon jetzt wird der neue Share-Button für WhatsApp häufiger (auf Buzzfeed) genutzt, als der Twitter-Share-Knopf. Die mobile Nutzung und sinnvolle (auch Nicht-)Verbindung seiner Dienste ist für Facebook aktuell die große Herausforderung. Dabei kann und wird das Unternehmen nicht zuletzt auch von Google, AOL und Yahoo lernen.
2014 als das Implosionsjahr Facebooks zu sehen, ist vielleicht doch eher fehlinterpretierter Kaffeesatz …



Smile

Emoticons sollen nicht nur Gesichter darstellen – sie werden von Menschen auch als solche wahrgenommen.

Diese Tatsache weist Owen Churches von der Flinders Universität in Adelaide in einer neuen Studie jetzt nach.

Emoticons wie das untersuchte ":-)" sollen Texte verständlicher machen und dabei helfen, Aussagen in die korrekte Bedeutung zu setzen. Churches wies im Rahmen einer Arbeit nach, dass das Gehirn diese Information tatsächlich ebenso emotional verarbeitet, wie ein real lächelndes Gesicht. Das verdanken wir offenbar dem Internet. So geht der Forscher davon aus, dass es sich bei der Reaktion um “eine ausschließlich kulturell bestimmte neuronale Reaktion” handelt: “Keinem Baby ist die Fähigkeit angeboren, Smileys als Gesichter zu erkennen“, so Churches in einem Interview.

/via



Das Soziale Business-Netzwerk LinkedIn erlaubt seinen Mitgliedern ab sofort auch das Bloggen auf der Plattform und wirbt als „*Definitive Professional Publishing Platform*“ für sich.

Wer aktiv bei LinkedIn veröffentlicht kann das künftig nicht mehr nur mit kurzen Statusmeldungen tun. Das Netzwerk will seine Kunden jetzt auch zum Bloggen animieren. Die Funktion, welche von einer handverlesenen Auswahl von Promis bereits seit einem Jahr genutzt werden kann, soll in den kommenden Monaten Stück für Stück an die 277 Millionen Nutzer ausgerollt werden. Unter linkedin.com/today können LinkedIn-Mitglieder ab sofort Themen und Nutzern folgen, die sie interessieren.

Welche Vorteile ein Nutzer vom Bloggen auf LinkedIn hat, bleibt unklar. Der deutsche Wettbewerber Xing hatte eine ähnliche Funktion – die „Xing Themen“ erst im September 2013 eingestellt, weil sich die Nutzer für längere Inhalte ausserhalb von Foren nicht interessierten. Die „Xing-Blogs“ konnten zumindest deutsche Nutzer nicht überzeugen – bleibt abzuwarten, ob das neue Feature auf LinkedIn rege genutzt wird …



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