Wann stirbt die BILD? So schnell nicht!

Gestern machte eine Grafik des BILDblog die Runde – das, der sinkenden Auflage der BILD-Zeitung. Und schnell errechnete man einmal linear, wann die BILD stirbt (2032).
Natürlich gönnt sich die Online-Gemeinde diese Grafik – ähnlich, wie im Fall StudiVz – derlei Prophezeiungen mit einem Augenzwinkern. Um zu sehen, ob die Verkaufsmacht der BILD tatsächlich schwindet, haben wir einmal die Print-Auflagenzahl und die Online-Zahlen von BILD.de vereint. Und siehe da: 20 Jahre bis zum Verschwinden der BILD reichen (leider) doch nicht ganz …

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Am 23. Juni 2012 übrigens, will die BILD eine Sonderausgabe zu ihrem 60. Geburtstag an rund 41 Mio. Haushalte in Deutschland verteilen. Kostenfrei. Inhaltlich soll sich die Sonderausgabe von der täglichen BILD durchaus unterscheiden. Eine ganzseitige Anzeige soll 4 Mio. Euro kosten – bietet dafür jedoch sicherlich eine nicht vergleichbare Reichweite.

Korrektur: In einer früheren Version des Artikels war der 24.06. als Aktionstag benannt. Das ist falsch. Die BILD feiert am 24. ihren Geburtstag, die Jubiläumsausgabe erscheint jedoch bereits am 23.06.

Facebook sichert sich Brasilien – überholt Googles Orkut

Kennen Sie ‘Google Orkut’? Keine Angst, wenn Sie das Netz erst nach 2004 kennen gelernt haben, müssen Sie sich keine Sorgen machen, wenn Sie es nicht kennen.
Google Orkut erblickte im Januar 2004 das Licht der Online-Welt. Und ist ein Social Network. Eines von Google.
Glauben Sie nicht? Tun sie es, denn es ist wahr. Und Orkut ist noch immer online. Nur kennen werden es die wenigsten noch. Denn das in seiner “Google-Freizeit” von Entwickler Orkut Büyükkökten gebaute Netzwerk erlebte nach seinem Boom um Einladungen im Frühjahr 2004 schnell wieder ein Aufmerksamkeitsende. Zumindest in der westlichen Welt. Das Land, in dem Orkut bis heute vor Facebook das führende soziale Netzwerk blieb, ist Brasilien.

Bis heute. Denn jetzt – endlich, mag man in den Facebook-Büros aufatmen – hat der blaue Riese den magentafarbenen Dinosaurier (der seit seinem Launch im wesentlichen unverändert blieb) eingeholt.

Laut den aktuellen comScore-Zahlen konnte Facebook seine Nutzerbasis in Brasilien im letzten Jahr um nahezu 200% ausbauen – und Orkut damit einholen. Demnach kommt Facebook im Dezember auf 36,1 Mio. Besucher, während Googles Orkut auf 34,4 Mio. Besucher kam – beide Netzwerke wachsen übrigens, Googles Orkut zuletzt nur eben langsamer als der Wettbewerber.

Damit ist Facebook das führende Netzwerk weltweit. In den relevanten Märkten ist das Netzwerk – Brasilien ist das fünft größte ‘Social Networking Land’ – jetzt führend. Allein in China, Japan, Südkorea, Vietnam, Polen und Russland sind es (noch) lokale Vertreter, welche die Nase vorn haben.

Das Netz trägt schwarz – aus Protest.

Viele Websites bleiben heute schwarz – aus Protest gegen eine Gesetzesinitiative in den USA. Die als SOPA (Stop Online Piracy Act) und PIPA (Intellectual Property Act) eingebrachten Entwürfe sollen Rechteinhaber einen besseren Schutz ihres geistigen Eigentums im Internet sichern – setzen dabei allerdings auf Methoden, die massive Einschränkungen der Freiheiten im Netz zur Folge hätten; setzen u.a. auf Netzsperren.

In den letzten Monaten gab es gegen diese Initiativen massive Proteste (nicht nur der Netzgemeinde). Mit dem heutigen “Black Out”, dem sich u.a. die US-Wikipedia, die Blog-Plattform WordPress.com aber auch deutsche Plattformen wie Rivva angeschlossen haben, soll die breite Bevölkerung auf das Thema aufmerksam gemacht und ein Zeichen gesetzt werden. Denn das Problem, welches SOPA aktuell aufzeigt, ist keines, dass nur in den USA existiert. Auch in Europa sind rechtliche Maßnahmen auf den Weg, die vergleichbare Wirkungen haben können.

Ausführlichen Artikel dazu gibt es u.a. in der deutschsprachigen Wikipedia, im SPIEGEL, auf tagesschau.de und in der New York Times. Und der Verein Digitale Gesellschaft erklärt, Warum SOPA uns alle angeht.

Die Evolution der Musik

Das Musikbusiness hat sich in den letzten 20 Jahren dramatisch verändert. Große Labels wie Universal haben mit der Popularisierung des Internets und dem Entstehen von Plattformen wie YouTube massive Konkurrenz bekommen – ganz unabhängig von der Problematik der Raubkopien. Das Internet verändert Wahrnehmung, Entstehung von Trends und Verteilung von Inhalten. Es demokratisiert viele Medienproduktionen – Musik eingeschlossen.

Die folgende Mini-Dokumentation von PBS verfolgt die Veränderungen der letzten Jahre kompakt und interessant. Ansehen:

Auf der Vimeo-Seite des Videos gibt es eine Übersicht inkl. Linkliste, zu den im Video verarbeiteten Clips.
(via progolog.de)

Zur Nutzung von sozialen Netzwerken in Deutschland – BITKOM Umfrageergebnisse

Die BITKOM hat Ihre Studie zum Thema Social Media-Nutzung in Deutschland aktualisiert. Im Frühjahr 2011 hatte der Verband die repräsentative Umfrage zum ersten Mal durchgeführt, jetzt hat man die Daten erneut erhoben und um Faktoren ergänzt.

Zusammenfassung
Insgesamt wurden 1.023 Internetnutzer ab 14 Jahren zu ihrer Nutzung von sozialen Netzwerken befragt. Dabei ging es sowohl um die Plattformwahl, als auch um Dauer und Motivation.

Demnach sind mittlerweile fast 3/4 der deutschen Online-Nutzer in einem sozialen Netzwerk angemeldet, die Großzahl davon wiederum nutzt ihren Account dort auch aktiv. Erstaunlich: Hatten im Frühjahr 2011 noch 73 Prozent eine aktive Nutzung angegeben, sind es in der aktuellen Erhebung nur noch 66% – und das bei recht stabilen Anmeldequoten (76% im Frühjahr, 74% im Herbst). Das mit Abstand am häufigsten genutzte soziale Netzwerk nach wie vor Facebook – mit 45 Prozent Anteil, StudiVz nutzen nur noch 6 Prozent der Befragten, Google+ immerhin drei Prozent.

Zur Motivation, sich aktiv auf einem der Plattformen zu zeigen, gibt die Mehrheit als primären Grund den Austausch mit bestehenden Freunden an. Mehr als jeder Vierte (28 Prozent) nutzt die sozialen Netzwerke außerdem als Informationskanal, um sich über das aktuelle Tagesgeschehen auf dem Laufenden zu halten. Ernüchternd: Nur 14 Prozent wollen sich gezielt und bewusst über Marken und Produkte informieren.

Am häufigsten wird auf Netzwerke von zuhause zugegriffen. Drei von zehn Befragten loggen sich jedoch auch vom Arbeitsplatz aus ein und immerhin 40% von unterwegs. PCs und Laptops sind jedoch noch immer die bevorzugten Geräte.

Nach wie vor gefragt ist im übrigen das Thema Datenschutz und Datensicherheit. Immerhin geben zur Frage “Wie wichtig sind Ihnen die folgenden Aspekte bei der Auswahl eines sozialen Netzwerks?” 78 Prozent die Antwort “Sehr wichtig”. Es kann allerdings bezweifelt werden, dass sich theoretischer Anspruch und tatsächlich täglich erhobener im Alltag weit voneinander entfernen. Tatsächlich dürften sich die wenigsten Nutzer im Gebrauch darüber Gedanken machen. Tatsächlich sehen die meisten Nutzer in diesen Fragen die Netzwerke und den Staat in der Bringschuld – Balsam für die Seele von Frau Aigner?
Erstaunlich im übrigen: Google+ wird wesentlich mehr Vertrauen beim Thema Datenschutz entgegen gebracht als Facebook oder Wer-kennt-wen; davor rangiert nur XING, das als vertrauenswürdigstes Netzwerk gilt.

Das 34-seitige PDF mit der genauen Auswert der Umfrage kann kostenlos bei der BITKOM heruntergeladen werden. Wir empfehlen es mit kritischem Abstand zur Abendlektüre.

Bücherkauf im Internet: “mit dieser [...] Welle haben wir nicht gerechnet”

Neu ist aber, dass so viel mehr Kunden im Internet Bücher kaufen, und mit dieser Wucht und Schnelligkeit der Welle haben wir nicht gerechnet“, sagt der Chef der Douglas-Holding, darüber, dass die Buchkette Thalia (wie der gesamte Buch-Einzelhandel) im letzten Jahr einen Umsatzeinbruch hinnehmen musste.

Nun muss man schon einmal kritisch hinterfragen dürfen, wieso man sich im Jahr 2012 als Manager einer großen Holding noch hinstellen und erklären darf, dass man vom zunehmenden Online-Handel “überrascht” wurde? Ist der Trend zum Online-Shopping, insbesondere zum Online-Buch-Shopping, neu?

Im Jahresbericht 2010 schrieb der Börsenverein: “Der stationäre Buchhandel ist zwar mit einem Umsatzanteil von 50,6 Prozent immer noch der wichtigste Absatzkanal für Bücher. Doch die Marktverschiebung zum Online-Handel beschleunigt sich. Der Versandhandel erwirtschaftete im vergangenen Jahr 17,1 Prozent vom Umsatzkuchen (Vorjahr: 15,5 Prozent).” Hinzu kam, dass das Verlagsgeschäft in Deutschland ein Plus verzeichnete, während der Umsatz der stationären Buchhandlungen zurück ging.

Und auch ein Blick über den großen Teich hätte helfen können. Verbunden mit einem Blick vor die Haustür.
Denn erst Ende Juli 2011 schloss die US-Buchhandelskette Borders. Sie hatte den Online-Handel vollständig verschlafen. Und nur eine Woche später verkündete Amazon erneut neue Umsatzrekorde. In den USA dominiert der Onlineshop den Versandhandel ebenso wie das Geschäft mit E-Books. Dort laufen elektronische Bücher den gedruckten langsam den Rang ab. Und auch, wenn dieser Wandel vom gedruckten zum digitalisierten Buch Deutschland langsmer verläuft – das E-Book hat hierzulande vor allem aufgrund der Buchpreisbindung einen schweren Stand -, so sind es doch Entwicklungen, die eine stationäre Buchhandelskette nicht überraschen dürften.

Am Online-Handel gibt es bei Sachwaren im Jahr Zwölf nach dem Neubeginn der Onlinehandelswelt keinen Weg mehr vorbei. Oder, wie es Exciting Commerce treffend schreibt: “Neue Spielräume eröffnet die aktuelle Situation vor allem denen, die konsequent auf Online setzen, sei es ob es sich um den Direktvertrieb via Internet, App-Romane oder innovative Online-Verlage handelt. In der Regel sind das dann allerdings neue Marktteilnehmer.”

Zum Thema E-Books übrigens lesenswert: Johnny Häusler im Interview um sein E-Book Versuch und welche Konsequenzen sich seiner Meinung daraus ergeben – Der App-Markt zeigt den eBooks, wie es gehen kann

ING-DiBa in der Vegetarier-Falle.

Darf ein Werbespot in einer Metzgerei spielen?

Die ING-DiBa lässt Dirk Nowitzki im aktuellen Spot an einen Platz seiner Kindheit zurück kehren. Und der ist – ausgerechnet? – eine beschauliche Metzgerei. Darf man aber, ethisch korrekt, Werbung mit “toten Tieren” machen? Nein, finden Vegetarier und bescheren der ING-DiBa auf ihrer Facebook-Seite seit dem Start des Spots eine wahre Flut an kontroversen Diskussionen.

Nun hat die Facebook Seite der Bank eine noch recht überschaubare Anzahl von Fans, gemessen an der Reichweite des Werbespots. Gerade einmal etwas um die 3000 Fans (zu Beginn der Diskussion um die 2000 Fans) hat die Bank auf dem sozialen Netzwerk versammelt. Von einem “Shitstorm” oder einer breiten Diskussion kann also noch keine Rede sein. Trotzdem reagiert die Bank angemessen: Sie lässt die Diskussion zu, und verfolgt sie gespannt (nach eigenem Bekunden). Sich dazu äußern will sie jedoch nicht – die restlichen Meldungen seit dem Launch des Spots drehen sich um die normalen Angebote der Bank, kein Wort zum Nowitzki-Spot. Streng gesehen: Auch nicht notwendig, denn zwischen TV-Reichweite und Diskussionsreichweite befinden sich noch Welten.

Trotzdem schürt die Diskussion natürlich Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt unter Community-Experten, die darüber debattieren, wie man mit einer “Belagerung” wie dieser richtig umgehen kann. Während Social Media-Experte Franz Patzig rigeros vorgehen würde, hat sich die ING-DiBa offenbar zur ruhigeren Version des Umgangs entschlossen: Aussitzen. Dabei böte sich hier eine deutliche Chance, mit etwas offensivem Charme vorzugehen. Beispielsweise einer Erklärung, dass man Tierleben und vegetarische/vegane Ernährung schätze und respektiere, einer Unterstützung eines kleinen Projektes. Und wenn man ganz geschickt wäre, würde man eine vegane Variante des Spots direkt hinterher schieben.
Natürlich wiegt ein Unternehmen wie die ING-DiBa ihr Vorgehen deutlich ab. Bei nicht einmal 3000 Diskussionsteilnehmern und nur wenigen hundert Menschen, die von der Situation überhaupt erfahren, muss man Aufwand und Nutzen in Relation stellen. Doch Social Media auf der anderen Seite, kann nicht mehr allein in Zahlen gemessen werden. Mit einer veganen Variante des Spots hätte man bspw. die Chance auf einen recht erfolgreichen viralen Effekt.

Für die Social Media-Szene ist der Fall zumindest ein spannender Beobachtungsposten, der das Jahr 2012 einläutet. Bei der Kommunikation mit Menschen in der Öffentlichkeit gibt es viele Wege – “Aussitzen” ist in Zeiten des Social Web einer davon, aber unter Umständen (auch bei einer solch überschaubaren Masse) nicht immer der richtige. Der ING-DiBa wäre gut geraten, wenn man sie offensiver in die Kommunikation gehen würde statt anderen die Diskussion zu überlassen.

Empfehlenswerte Lektüre am Rand dazu im übrigen: Anwalt Thomas Schwenke erklärt anhand des Falls, welches Hausrecht Unternehmen auf ihrer Facebook-Seite durchsetzen können.

I expect you to .. celebrate!

50 Jahre jung wird der Geheimagent im Dienste Ihrer Majestät in diesem Jahr.
Um das goldene Jubiläum von James Bond gebührend zu feiern, bringen MGM und Fox jetzt eine Bluray-Box mit allen bisherigen (offiziellen) Bond-Filmen heraus. Eine gigantische Kollektion – 22 Filme, 6 Bonds, unzählige Bondgirls und Martinis plus 130 Stunden Bonusmaterial.

Die Box ist noch nicht im deutschen Amazon-Shop angekommen, auf Amazon.com gibt es sie aktuell für 200 US-$ statt 300 US-$. Zugreifen!

Google personalisiert die Suche mittels Google+

Google personalisiert die Suche durch Ergebnisse aus Google+. Das ändert unsere Wahrnehmung des Internets und privilegiert Googles eigene Inhalte vor denen anderer Dienste und Seiten.

Und da ist sie: Die Verschmelzung von Googles Suchmaschine und Google+.
Als Google+ vor einigen Monaten an den Start ging, da war eigentlich klar, um was es dem Suchmaschinen-Primus geht: Seine Nutzer besser kennen zu lernen. Noch besser. Besser, als sie sich wahrscheinlich selbst kennen. Darum ging es bei Google schon immer. Das Netzwerk Google+ als zentrales Element soll, muss, alle Produkte aus Mountain View künftig verbinden und für Nutzer persönlicher machen.
Darüber, dass Google seine Nutzer über sein soziales Netzwerk besser versteht, lernt es, was Nutzer wirklich wollen. Zum Beispiel, was sie suchen, oder meinen zu suchen, wenn sie eine Suchanfrage in Google eingeben. Nun werden manche Datenschützer bei der Überschrift dieses Artikels und den im folgenden vorgestellten neuen Features schnell und schwer zu atmen beginnen. Google schafft die “Privatheit” mit diesem Schritt einen Grad mehr ab. Daneben auch noch kritisch: Die entstehende “Filter-Blase”. Denn mit der personalisierten Suche kommt das Leben (oder Suchen) in der Blase noch stärker zum Tragen, kommt die Filterung der Ergebnisse nach dem, was ein Nutzer erwartet zu bekommen, wenn er sucht, noch gewichtiger ins Leben.
Doch langsam: Für den Moment ist die personalisierte Suche in der Verbindung mit Google+ rein optional und jederzeit zu deaktivieren.

“Wir verwandeln Google in eine Suchmaschine, die nicht nur Inhalte findet, sondern auch Menschen und ihre Beziehungen versteht”, erklärt Amit Singhal im offiziellen Google Blog anlässlich der Ankündigung der neuen Features.

Mit der Personalisierung der Suchergebnisse gewinnt vor allem Google:

  • Man macht sich weiter unabhängig vom ursprünglichen Algoritmus und dem Pagerank
  • Man macht sich weniger angreifbar und abhängig von SEO
  • Man nimmt die Erkenntnis ernst, dass wir Menschen mehr vertrauen als Maschinen, und Freunden erst recht. Bessere Suchergebnisse, weil besseres Verständnis, bedeuten auch, bessere und gezieltere Werbeeinblendungen.

Die neuen Features im Überblick:

  • Persönliche Ergebnisse: Neben dem normalen Suchergebnis werden private Suchergebnisse angezeigt, die auf den eigenen Interessen beruhen. Dazu zählen u.a. auch Links, die von Freunden geteilt wurden und zum Thema passen.
  • Profile in der Suche: Google findet jetzt Menschen die zum Thema passen, oder persönliche Informationen bei der Suche nach Menschen, dabei werden Menschen höher gewichtet, wenn eine Beziehung auf Google+ zu ihnen besteht.
  • Personenprofile und Seiten: Wie zu erwarten werden in die normale Suche künftig auch Personenprofile und Google+-Seiten eingeblendet, so sie zum Thema passen. Sucht man bspw. nach “Auto” können die Google+-Seiten von Audi, BMW und Co. eingeblendet werden.

Im folgenden Video erklärt Google noch einmal, wie die Suche künftig aussieht.

Wie bereits oben erwähnt, lässt sich das Feature optional aktivieren/deaktivieren – und zwar bei jeder Suche. Die neuen Features sind intelligent integriert und machen die Suche bei persönlichen Suchen wesentlich nützlicher. Allerdings privilegieren sie auch Seiten auf dem Google+-Netzwerk und verstärkt das Risiko der “Filterblase”, die uns nur das vorsetzt, was wir erwarten. Das kann positiv wie negativ sein. Für den Moment erhebt sich Google jedoch von jeglichen dahingehenden zu stark aufkommenden Vorwürfen, da die neue soziale Suche pro Suchvorgang individuell “umgeschaltet” werden kann.

Personalisiertes Suchen ist für Google so ein Thema im übrigen nicht – ist man im Netzwerk eingeloggt, bekommt der Primus schon jetzt recht gute Bewegungs- und Suchprofile zusammen, nach denen Werbung gezielt eingeblendet wird. Es war beim Start von Google+ zu erwarten, dass dieses Feld die Zukunft des Suchens ändern würde – mit dem Schritt kommt Google jetzt zum einen doch recht zügig aus dem Haus, aber über die Optionen auch sehr smart und Wohlwollend.

Dass Google sein soziales Netzwerk in massivem Umfang in die Suche integriert ist keine Überraschung – die jetzt vorgestellte Entwicklungsstufe ist die erste auf einer langen Treppe. Unternehmen sollten sich spätestens jetzt mit Google+ auseinander setzen. Ebenso wie altgediente SEO-Experten, die es bisher noch nicht getan haben. Dem Feld des “Social SEO” steht eine blühende Zukunft bevor. Und für Unternehmen und uns Nutzer könnte dies ein neues Internet einläuten – wir werden durch Googles Personalisierung künftig anders suchen, finden und wahrnehmen.

[Update, 23 Uhr]
Twitter beschwert sich bereits, dass Google mit der neuen Suche wie oben erwähnt, eigene Seiten vor anderen Seiten bevorzugt. Auf den Zug dürften in den nächsten Tagen diverse Redakteure und Verlage aufspringen.

Reichweiten deutscher sozialer Netzwerke.

Als Ergänzung unseres Eintrages “Wo Nutzer Zeit verbringen” von heute Mittag: Wir haben einmal die IVW Zahlen der deutschen Social Netzworks im Jahr 2011 visualisiert.
Trend aller Orten: Abwärts. Allein XING hält sich recht stabil – verlor zwischen Jan. 2011 und Nov. 2011 von 26,7 Mio. auf 22,7 Mio. Nutzern nicht ganz so massiv Reichweite (der Dez. fällt mit 20 Mio. Nutzern Reichweite etwas schlechter aus, was wir beim Business-Netzwerk jedoch auf die Feiertage schieben).

Klick auf die Grafik macht sie groß; Weitergabe und Übernahme erlaubt

[UPDATE] Die Kollegen von statista haben ebenfalls einmal visualisiert – mit den prozentualen Verlusten der Netzwerke.