medienrauschen, das; [Nomen] – ein Weblog rund um Neues und Lesenswertes aus den Themenbereichen Medien und Social Media

852 Instagram-Nutzer ergeben 1 Kurzfilm

Kameras sind im Jahr 2013 überall. Wir halten so viele Momente und Eindrücke per Foto fest, wie keine Generation vor uns. Allein via Instagram werden pro Tag 55 Millionen Bilder mit der Welt geteilt – Anfang 2013 waren es noch “nur” 40 Millionen.

Eben Instagram hat nun Thomas Jullien genutzt, um mit Hilfe von 852 weiteren Instagram-Nutzern einen Kurzfilm zu machen.
In 1:30 Minuten Zeit feiert Jullien die Bilder ab und zeigt neben Freiheitsstatue und Menschen u.a. auch das Brandenburger Tor.

Glücklich werden über das Video womöglich nicht alle 852 Instagram-Nutzer sein. Denn Jullien fragte vor der Nutzung der Bilder die Urheber nicht und schreibt auf der zugehörigen Seite lapidar: “If you are one of them, shout and I will add you to the credits.

Makr – iPad Design-App für DIY Blogger

Schaut man die zahlreichen DIY- und Koch- und Kreativblogs an, scheint es, als würden die Blogger ebenso viel Zeit mit Photoshop verbringen, wie mit handwerken. Label für Gläser, kleine Ausdrucke oder Deko-Karten sind oftmals ebenso liebevoll gestaltet, wie die präsentierten Produkte.

Für all jene, die weniger mit Photoshop-Kentnissen gesegnet sind, gibt es jetzt Hilfe. Mit einer neuen App lassen sich Karten, Labels, Einladungen und vieles mehr gestalten – ohne großes Grafik-Know How haben zu müssen.

App-Screen

Makr ist eine neue App für das iPad bietet alles, was man für den Alltag benötigt. Egal, ob man die aus Freude am Teilen gemachte Marmelade mit einem eigenen Label verzieren mag, oder über Dawanda und Co. Dinge verkauft und diese mit entsprechend gestalteten Karten oder Versandtkärtchen austatten mag.

in Praxis, am Thomas Gigold

24 Stunden Happiness – längstes Musikvideo mit Pharrell Williams

Musiker Pharrell Williams ist happy. So sehr, dass er mit auf der Website 24hoursofhappy.com jetzt 24 Stunden am Stück singt.
Mit der Website erschafft Williams das wohl längste Musikvideo der Geschichte. Das kann man über die Website vor und zurück – und damit so zu diversen im Video inszenierten Tageszeiten drehen.

happy

Der Sänger hat allen Grund, glücklich zu sein. Die Mitwirkung an den beiden Singles Get Lucky von Daft Punk sowie Blurred Lines von Robin Thicke beförderte ihn in den letzten Monaten gleich zweimal international an die Spitze der Charts.

Ob ein Fernsehsender das Musikvideo je komplett ausstrahlen wird, darf bezweifelt werden …

in Link, am Thomas Gigold

Aufmerksamkeitswelle im Social Web: vom Fotograf zum Wellenreiter

Tobias Gillen hat ein Foto gemacht und es via Twitter und Facebook ins Netz geworfen. Auf dem Foto sind zwei Luxus-Fahrzeuge zu sehen, wie sie auf zwei als Behindertenparkplatz gekennzeichneten Parkflächen vor einem Büro der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stehen.

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Ein Bild, das witzig sein sollte. Und doch via Social Web eine unheimliche Eigendynamik entwickelte.
Eine solche Eigendynamik, dass die Geschichte um das Bild plötzlich auch in den „alten Medien“, bei Express, BILD, SPIEGEL und Co. landete. Ein Bild, das im Netz diskutiert wird, wie kaum ein anderes in der jungen Woche. Kontrovers, ketzerisch, links, rechts, ernst, humorvoll.

Nun schreibt Tobias Gillen, wie er als Auslöser einer echauffierenden Welle sich dabei fühlt – wo er doch eigentlich nur das Bild witzig fand, und nicht die Intention hatte, damit für Furore zu sorgen.

Ich ließ es online. Warum, weiß ich nicht. Vielleicht, weil ich nach wie vor der Meinung bin, dass das Bild zum Schmunzeln war – und keine Hass-Tiraden gegen Grüne, Behinderte, Politiker im Allgemeinen und mich auslösen sollte. Vielleicht aber auch, weil ich die Situation unterschätzt habe.

Was ich aus der Social-Media-Welle lernte und warum ich das Bild löschte
Ein sehr ehrlicher Text, der aufzeigt, dass in Zeiten des Social Webs manchmal Dinge so fürchterlich anders kommen und eine Dynamik entwickeln können, als man eigentlich denkt.

in Praxis, am Thomas Gigold

„Selfie” ist das englische Wort des Jahres 2013

Als Herausgeber der renommierten Oxford-Wörterbücher hat die britische Universität Oxford das englische Wort des Jahres 2013 gekürt: Selfie.

Selfie des Autors

„Selfie” gilt als Kurzbegriff für jedes Foto-Selbstporträt, welches vorrangig mittels Smartphone aufgenommen und über soziale Medien ins Netz gestellt wird.
Einer aktuellen Studie zufolge nutzten die Art der Selbstinszenierung vor allem junge Menschen. Die aus England stammende Erhebung zeigt, dass es sich bei rund 30 Prozent aller Fotos, die 18- bis 24-Jährige mit ihren Smartphones machen, um Selbstporträts handelt. Dabei liegen die Gründe für Selfies nicht unbedingt (nur) in Eitelkeit begründet, wie Jakob Steinschaden auf Netzpiloten.de beleuchtet.

Das Word „selfie“ erschien Angaben des Oxford Dictionaries erstmals 2002 in einem australischen Online-Forum. Von dort habe sich das Wort um 2004 auf Flickr verbreitet und sei 2012 in der Nutzung sprichwörtlich explodiert.

Das ‚gefälltmir‘ Blog der Süddeutschen widmet sich in einer eigenen Kategorie den besten oder seltsamsten Selfies. Über die Plattform Statigram, welche Instagram-Bilder und Tags zugänglich macht, findet man aktuell 57 Millionen Bilder mit dem Hashtag „#selfie“. Dabei ist der Trend nicht nur ernstzunehmend, Tumblr-Blogs wie Selfies at Funerals machen sich über die zuweilen auch unbedachten Augenblicke, in denen die Selbstaufnahmen entstehen, lustig.

Dinovember: Kindern die Magie des Alltags bewahren

Dinovember

Spätestens seit Toy Story wissen wir alle, dass Spielzeug zum Leben erwacht, wenn Menschen nicht hin schauen. Genau diesen Gedanken pflanzt Refe Tuma im November in die Welt seiner Kinder: jede Nacht in diesem Monat widmen Tuma und seine Frau sich der Aufgabe, die Spielzeug-Dinosaurier ihrer Kinder lebendig werden zu lassen.

Die Gummitiere haben dabei recht viel Blödsinn im Kopf und blündern Cornflakes-Packungen, rauben Eier aus dem Kühlschrank oder knabbern die Wachsmalstifte des Nachwuchses an.

Dem Dinovember entspringen dabei nicht nur tolle Bilder (die man hier via Facebook verfolgen kann), sondern auch staunende Kinderaugen. Und genau die hat Tuma im Sinn. So schreibt er über seine Motivation hinter den Anstrengungen:

Why do we do this? Because in the age of iPads and Netflix, we don’t want our kids to lose their sense of wonder and imagination. In a time when the answers to all the world’s questions are a web-search away, we want our kids to experience a little mystery. All it takes is some time and energy, creativity, and a few plastic dinosaurs.

Tuma macht mit dem Abenteuer der Spielzeug-Dinos eines klar: Kinder sollten trotz Handys und Tablets ihre Begeisterung für realweltliches und die Magie des täglichen Zaubers dieser Welt nicht verlernen.

CBS dokumentiert Kennedy-Attentat in Realtime

US-Nachrichtenkanal zeigt Live-Reportage des Kennedy-Attentats von 1963 live zum 50. Jahrestag im Netz in Realtime

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Die Nach-Inszenierung historischer Ereignisse in Echtzeit gehört mittlerweile zu einem durchaus etablierten Spiel der Medien.
In Deutschland hatte zuletzt der MDR die Völkerschlacht bei Leipzig mit aufwändigen Live-Dokumentationen in TV und Netz inszeniert.

Der US-Sender CBS nun wird zum 50sten Jahrestag das Attentat auf den US-Präsidenten John F. Kennedy nicht nach-inszenieren, sondern wieder live senden. Web-Nutzer können am 22.11. via CBSNews.com die Live-Reportage des Senders von 1963 verfolgen – beginnend von der Landung Kennedys in Dallas bis zum traurigen Höhepunkt seiner Ermordung. Die Live-Reportage von damals bereitet CBS zudem mit weiteren Informationen rundherum auf. Schlüsselmomente wird der Sender ebenfalls über den Hashtag #JFK50 über soziale Medien teilen.

Google+ mit neuen Bildgrößen für Header

Mal wieder Arbeit für SMM-Manager: Google+ ändert überraschende Headerbilder

Guten Morgen, schon den ersten Kaffee getrunken? Dann mal direkt rüber zu Google+, denn da wartet Arbeit! Die Social Media Technik-Bastler aus Mountain View stoßen ihre Nutzer mal wieder vor den Kopf und rollen in einer Hauruck-Aktion optische Änderungen aus. Diesmal betrifft es die zuletzt doch massiv großen Headerbilder von Seiten und Profilen. Die hat man heute Nacht abgeschafft und durch kleinere Versionen ersetzt. Nachdem die bisherigen Headerbilder in den ersten Stunden nach der Umstellung durch Google-bunte Hintergrundbilder ersetzt wurden waren, scheint Google+ nun die angepassten, bisherigen Header-Bilder anzuzeigen. Eine Prüfung empfiehlt sich aufgrund der neuen Verhältnisse trotzdem.

neue Google Headerbilder

Zeit in die Hände zu spucken und dem ersten Kaffee Taten folgen zu lassen.
Die neuen Headerbild sind optisch 900×350 Pixel groß, der linke 280 Pixel breite Bereich glasig weichgezeichnet. In diesem Bereich werden die Seiteninformationen eingeblendet. Gestalterische Probleme gibt es, weil sich Bild im linken Bereich optisch ausgehend von der Mitte des Headermotivs wiederholt, weshalb die tatsächliche Breite für das neue Bild nur 620 Pixel sind – von riesig groß macht man damit einen Schritt zu fast schon zu klein.

neue Google Headerbilder

in Praxis, am Thomas Gigold

Im Bett mit Kim Dotcom

Jenke von Wilmsdorff hat Kim Dotcom/Schmitz in der Nähe von Auckland/Neuseeland besucht, und ist eine Nacht bei dem schillernden Internet-Schwergewicht geblieben. Die Doku hat nun jemand auf Dailymotion gestellt. Sehenswert, wenn man 46 Minuten Einblick in den Mann hinter dem Kimperium und dem Sharehoster Megaupload bekommen mag.
Aktuell wartet Schmitz auf eine Anhörung, die darüber entscheiden soll, ob er aufgrund der offenen Verfahren von Neuseeland an die USA ausgeliefert werden darf.

/via Whudat

Das papierene Volk

Wir sind ein Volk der Abhefter – weit weg von der Digitalisierung: einer aktuellen Umfrage des Branchenverbandes BITKOM zufolge heften 8 von 10 Bundesbürgern (82 Prozent) Rechnungen und Verträge lieber ab, als sie zu digitalisieren. Lediglich 6 Prozent scannen ihre Post regelmäßig, um sie digital zu speichern.
Dokumentenverwaltung: der Großteil setzt auf Papier

in Link, am Thomas Gigold