Der überfällige Aufstieg des QR Codes

Seit 2007 bereits kämpfen QR Codes um die Aufmerksamkeit der Werbeindustrie und Konsumenten. Jetzt, dank Smartphones, sind sie (endlich?) in der breiten Öffentlichkeit angekommen.
Die Vorteile des Codes liegen auf der Hand – lassen sich in ihm doch URLs ebenso wie Texte hinterlegen.
Und so gibt es kaum eine Messe mehr, bei der keine QR Codes kleben. Kaum ein Werbeplakat, dass nicht einen Link inklusive QR Code vorbetet. Und auch auf Alltagsprodukten wie Cornflakes, Brot und Marmelade prangt der viereckige Pixelcode zunehmend. Entkommen: Unmöglich.

Das hat Konsequenzen. Denn mit der zunehmenden Verbreitung steigt auch tatsächlich die Nutzung der QR Codes. Einer aktuellen ComScore-Studie zufolge scannte im Mai bis Juli nahezu jeder fünfte deutsche Smartphone-Nutzer (18,6 Prozent) einen QR-Code mit seinem mobilen Gerät. Damit steht die Code-Technik nach all den Jahren sehr hoch in der Gunst der Deutschen. Betrachtet man Europa, ist die Akzeptanz hierzulande erstaunlicherweise sehr hoch – der europäische Nutzungsschnitt liegt darunter: Spanien 16 Prozent, Frankreich 12,5 Prozent, Italien 11,9, Großbritannien gar nur 10 Prozent.
Deutsche mögen Pixel.

Dass die Zukunft des QR Codes noch vor einem Jahr überhaupt nicht rosig aussah, davon zeugen Prognosen und dieser Wert: Denn ComScore vergleicht die Zahlen mit seiner Erhebung von 2011. Demnach stieg die Nutzungsrate gegenüber dem Vorjahr in Deutschland um 128 Prozent.

Gefragt sind beim Scannen übrigens vor allem Produktinformationen (71 %), gefolgt von Veranstaltungsinformationen (knapp 32 %) und Coupons bzw. Angeboten (19 %).

Zack und Weg: VZ-Netzwerke gehen an Investor

Ausverkauf im End-Sommer: Seit Monaten wird über die Zukunft der VZ-Gruppe spekuliert. Nun geht es recht fix: Obwohl Eigner Holtzbrinck in den letzten Monaten den Plan auf Eis gelegt hatte, die kriselnden Netzwerke verkaufen zu wollen – jetzt ist Schluss.
studiVZ, meinVZ und schuelerVZ gehen an die Investmentgesellschaft Vert Capital Corp.

Den Deal haben beide Firmen nicht nur angekündigt, sondern bereits durchgeführt. Über den Preis der drei Netzwerke wurde Stillschweigen vereinbart – ohne Verluste wird Holtzbrinck aber wahrscheinlich nicht auf dem Abenteuer gekommen sein. Auch wenn man schuelerVz weiter nutzen darf, wie es heisst – und was auch immer es bedeutet.

Vert Capital hat mit den VZ-Netzwerken einiges vor. Das Unternehmen, welches nach eigenen Angaben eine Vielzahl von digitalen Angeboten betreibt und im Bereich Social Media weiter wachsen will, plant, den Funktionsumfang für die Nutzer zu erweitern und die Netzwerke auszubauen.

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hatte die StudiVZ-Gruppe im Mai 2009 übernommen. Damals war ebenfalls Stillschweigen über den Preis vereinbart worden, Experten gehen jedoch von einer Kaufsumme von ca. 100 Mio. Euro aus. Seitdem Einstieg von Facebook in Europa lässt das Netzwerk sowohl um Innovationskraft als auch Reichweite vermissen.

“Lex Springer”: Bundeskabinett stimmt Gesetzentwurf zum Leistungsschutzrecht zu

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch das Leistungsschutzrecht für deutsche Verlage beschlossen.
Damit beendet man ein jahrelanges ringen um ein höchst umstrittenes Gesetz. Nach dem Beschluss müssen Bundestag und Bundesrat den Entwurf nun debattieren.

Der Gesetzentwurf sieht den Schutz von Presseerzeugnissen im Internet gegenüber gewerblichen Betreibern von Suchmaschinen und News-Aggregatoren vor. Dies betrifft Suchmaschinen in der Art von Google ebenso wie Aggretgatoren wie Rivva.de, die durch die Nutzung sog. Snippets durch das Gesetz lizenzpflichtig gegenüber den Verlegern von Presseinhalten würden.

Was das Leistungsschutzrecht ist, und wozu es führt, erklärt die aktuelle Ausgabe des Elektrischen Reporters

heise.de: Regierung verabschiedet Gesetzentwurf
D64: Kabinett beugt sich Verlegerlobby, beschließt umstrittenes Leistungsschutzrecht
Aktionen: IGEL – Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht sowie Leistungsschutzrecht stoppen

Der Ein-Netzwerk-Mensch

Regelmäßig zeigt die ARD/ZDF Onlinestudie auf, wie das deutsche Webvolk in der breiten Masse tickt. Die repräsentative Studie verortet dabei seit einigen Jahren nicht nur die pure Zahl der Online in Deutschland, sondern beschäftigt sich auch mit Aspekten des Online-Lebens und -Konsums.

Wie bereits im Vorjahr geht die Studie auch 2012 vor allem auf die Nutzung von Communitys bei Onlinern ein.

Demnach gilt für 2012:
Das Interesse an privaten Communitys hingegen ist 2012 ungebrochen hoch. Sie haben sich längst im deutschen Internetmarkt etabliert [...]. 22,88 Millionen Erwachsene ab 14 Jahren besitzen ein Profil in einem privaten Netzwerk, das sind rund 43 Prozent der Onliner. Nach einem Zuwachs von 2,5 Millionen von 2010 auf 2011 fällt die Steigerung mit 1,4 Millionen von 2011 auf 2012 – auf hohem Niveau – geringer aus.
Die Nutzer fokussieren sich dabei zunehmend auf nur eine Mitgliedschaft: 58 Prozent beschränken sich 2012 auf die Mitgliedschaft in einer privaten Community, aber noch unterhält immerhin knapp ein Drittel (31%) zwei Profile. Drei und mehr Profile besitzen nur 11 Prozent der Communitynutzer. In den Vorjahren war der Hang zu mehreren Profilen ausgeprägter (drei und mehr Profile 2010: 24%, 2011: 14%).

Von einer “Social Media Müdigkeit” kann übrigens keine Rede sein. Der Studie nach steigt die Aktivität in den Netzwerken weiter. Gegenüber 2011 gaben mehr Nutzer an, täglich aktiv zu sein (2011: 55%, 2012: 59%). Dabei hat sich vor allem der Altersbereich der Teens bei den Aktivitäten gesteigert (+22%), aber auch Twens (+5), ältere Gruppen werden hingegen im einstelligen Prozentbereich inaktiver.

Wie bereits 2011 ist “Community” bei den meisten Nutzern heute durchaus gleichbedeutend mit “Facebook”. Wie bereits die IVW Zahlen ahnen lassen, rangieren die deutschen Netzwerke mit weitem Abstand hinter dem Social Network-Riesen. Insgesamt 81 Prozent der Nutzer vereint Facebook unter den Onlinern ab 14 Jahren bei sich (19,77 Mio. Nutzer), auf Platz zwei kommt werkennt-wen mit 3,56 Millionen, studiVZ mit 2,54 Millionen, meinVZ mit 1,55 Millionen und schülerVZ mit 1,42 Millionen Nutzern ab 14 Jahren.

Stark zunehmend ist auch die mobile Nutzung des Internets. Von den mobilen Nutzern greifen immerhin 42% von unterwegs auf Facebook zu.

Die Hauptnutzungszeit von Communitys ist am späten Nachmittag und in den Abendstunden zu verzeichnen: 64 Prozent der Communitynutzer nutzen in der Zeit von 18 Uhr bis Mitternacht ihre Plattform aktiv durch Lesen oder Posten von Beiträgen, dies entspricht der Hauptnutzungszeit der Onliner insgesamt. Am Nachmittag nutzt immerhin jeder dritte Communitynutzer Facebook & Co – häufig zur Überbrückung zwischendurch, zum Beispiel an der Uni oder im Bus. Am Morgen, am Vormittag und in den Mittagsstunden sind es jeweils etwa 15 Prozent.

Ebenso interessant: Die Kommunikation One-to-One nimmt laut Studie zunehmend ab, während das agieren im (halb-)öffentlichen Raum (aka Community) zunimmt.

Beim Echtzeitkommunikationsdienst Twitter klaffen zwischen öffentlicher Wahrnehmung und tatsächlicher Nutzung weiter Welten. Laut Studie nutzen nur 4 Prozent der deutschen Onliner ab 14 Jahren den Dienst, was hochgerechnet rund 2 Millionen Nutzer sind. Trotz eines satten Plus von 0,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr ist Twitter noch immer eher ein Social Media-Zwerg.

Weblogs bleiben bei ca. 7 Prozent der Nutzung. Das ist gegenüber dem Vorjahr konstant. Laut Studie nutzten die meisten Onliner Blogs passiv, nur rund die Hälfte der aktiven Blog-Nutzer bloggen auch selbst. Differenziert muss hier jedoch die Nutzung gesehen werden – so dürften vor allem professionalisierte Blogs weiterhin wesentlich mehr Leser aufweisen, als das sie Leser aktiv als “Blog” einstufen.

Insgesamt bleibt das “Social Web” ausserhalb von Communitys wie Facebook weitgehend passiv. Gepostet, kommentiert und diskutiert wird vorwiegend innerhalb der geschlossenen Systeme. Nur 8 Prozent aller Onliner sind überhaupt noch offen für Beteiligung ausserhalb der Plattformen, 57 Prozent verweigern sich kategorisch. Schon bei den ab 30-Jährigen beginnt der Generationenabriss: Die Mehrheit der 30- bis 39-Jährigen interessiert sich schlichtweg nicht für aktive Beteiligung im Netz. Dies bestätigt Befunde der vergangenen Jahre, wonach nur ein sehr geringer Teil der Nutzer user-generated Content für eine passive Mehrheit zur Verfügung stellt.

Ausführlich gibt es die Studie hier als PDF.

Anzeigen, Facebook und GM: Mag GM Facebook wieder? Sie haben es nie ‘nicht mehr’ gemocht …!

Die Frage, ob Werbung auf Facebook wirkt, ist nicht einfach so zu klären. Nachdem General Motors vor einigen Wochen kurz vor dem Börsengang von Facebook verkündete: “Werbeanzeigen auf Facebook sind ineffizient”, macht man jetzt einen Rückzieher – so zumindest vermeldet es HORIZONT: “Jetzt erklärt GM-CMO Joel Ewanick, wie wichtig das Social Network für Werbungtreibende sei.

Nun. Ganz so ist es nicht.
Denn Ewanick erklärt die früheren Aussagen nicht für falsch. Er erklärt auch nicht, dass Anzeigen wichtig seien. Sondern wie wichtig Facebook ist: “People think we were out to get Facebook. That’s not true. We have a great relationship and put a lot of money into it. And we have a pretty big budget and developed a lot of content.”
GM hat zu keinem Zeitpunkt bekannt gegeben, sich von Facebook selbst zu verabschieden, man hatte einzig und allein verkündet, die 10 Millionen US-Dollar an Werbebudget sparen zu wollen. Die Aussagen Eanicks bestätigen dies vielmehr, als es zu widerrufen, wie es HORIZONT jetzt darstellt (“Erst pfui, jetzt hui: General Motors mag Facebook wieder”).

Facebook gehört für Autobauer weltweit heute mittlerweile zum Marketingmix.
From a pure ROI standpoint, are we selling hundreds of cars through social? No. Social media has to be a responsible part of any media package now. You have to be there. It’s not about ROI, it’s about COI– cost of ignoring. It’s too big to ignore. It’s not about tying a Facebook sale to a car sale. Facebook may go away, Twitter may go away, but social media isn’t going away. The expectation of owners and fans of being able to interact with the brand is set in stone.” – so Erich Marx, Director Marketing Communications und Social Media Nissan North America.

Facebook-Anzeigen: Was ist Effektivität?

In der Auswertung von Facebook-Werbeanzeigen, die auf Basis von 268 Milliarden durch TBG Digital gezählten Impressions zwischen Q1/2011 und Q1/2012 ermittelt wurde, kommt statista auf das Ergebnis: “Facebook Anzeigen wenig effektiv”.
Damit gießt das deutsche Statistik-Unternehmen Öl ins Feuer einer Diskussion, die seit den umstrittenen Äußerungen von General Motors kurz vor dem Facebook-Börsengang, blubbert. Dabei lassen sich weder Effektivität noch Effizienz von Facebook-Werbung so pauschal ermitteln, wie TBG Digital und andere Unternehmen es zuweilen tun. Wie in jedem anderen Marketing-Mix ist die Effektivität von Facebook-Anzeigen immer abhängig von Targeting, eigenen Zielen und eingesetzten Werbeformaten – und diese werden in rein statistischen Auswertungen aktuell nicht berücksichtigt.

From Russia with Likes: Russland will eigenes Social Network launchen

Russlands Regierung macht sich Gedanken und schaut genau auf seine Untertanen.
Nach einem verschärften Versammlungsrecht will man jetzt auch die Versammlungen im Netz kontrollieren und plant ein eigenes soziales Netzwerk im Stil von Facebook bzw. dem russischen Nr. 1-Netzwerk Vkontakte.

Minister Mikhail Abyzov, seines Zeichens Minister für Open Government, erzählt im Interview mit der russischen Zeitung Izvestia, dass das Netzwerk noch im Juni online gehen soll und auf der Seite russiawithoutidiots.rf basieren soll. Die Seite war noch unter Präsident Dmitry Medvedev online gegangen, auf ihr konnten sich Bürger über Staatsbedienstete beschweren. Das berichtet The Guardian. Die Initiative zum Netzwerk geht noch auf Medvedev zurück, der die Bemühungen um eGovernment verstärkt hatte.

Social Media wird in Russland aktuell stark von der Opposition genutzt, um seit der Neu-Wieder-Wahl von Vladimir Putin zu demonstrieren. Mehr Informationen zum geplanten Social Network der Regierung gibt es aktuell nicht – die Frage ist, ob ein staatlich “verordnetes” Netzwerk funktionieren würde, ohne zusätzliche Anreize. Sie kann wohl ohne lange Überlegung verneint werden.

Vladimir Putin beantwortete die Frage zu den Meinungen im Netz vergangenes Jahr in einem Interview pragmatisch: “Wenn den Verantwortlichen nicht gefällt, was im Internet passiert, gibt es nur einen Weg des Widerstands dagegen: Auf der gleichen Plattform unterschiedliche Antworten [auf die Kritik] in Umlauf bringen und eine größere Anzahl von Unterstützern erreichen.” In diesem Sinn könnte das russische Staats-Netzwerk also unter Putin eher zu einer politischen Plattform für Anhänger des umstrittenen Präsidenten werden, um gezielt Aktionen gegen die auf anderen Social Media Kanälen tätige Opposition zu tätigen.
Bleibt also nur abzuwarten, wie das russische Netzwerk wirklich aussieht, funktioniert und wen es anspricht.

Facebook schickt ‘Facebook Credits’ in Rente.

Nichts mit einer Social Network-Währung: Facebook hat am Dienstag bekannt gegeben, seine Bestrebungen rund um ‘Facebook Credits‘ auslaufen zu lassen. Damit gibt das soziale Netzwerk die Idee einer eigenen, virtuellen Währung auf. Die 2009 eingeführten Credits konnten offenkundig nicht genügend Nutzer überzeugen, auch wenn Analysten dem System gute Chancen einräumten eine universale, über Grenzen hinweg funktionierende, Währung zu werden.

Statt dessen können Entwickler, wie auch bereits vor und seit der Einführung der Facebook-eigenen Währung, eigene Währungen wie ‘Farm Cash’ bspw. in FarmVille setzen. Diese können über Facebook künftig direkt mit Preisen angezeigt werden – eine Umrechnung über Facebook Credits als ‘Zwischeninstanz’ ist dann nicht mehr nötig. Zusätzlich ermöglicht Facebook den App-Betreibern künftig auch, Geld in einem Abo-Modell einziehen zu können. Entwickler und Nutzer haben in den vergangenen drei Jahren applikationseigene Währungen dem direkten Einsatz von Facebook Credits stetig vorgezogen und rechnen in Spielspezifischen Währungen, statt Facebook-Währung. Da Facebook Credits also zumeist nur eine ‘Tauschwährung’ zwischen Spiel-Credits und Realwährung waren, schafft Facebook seine ‘Credits’ nun ab. Eine plattformübergreifende Währung benötige es nicht, so Facebook kurz und knapp im Statement zur Einstellung.

Facebook behält jedoch die Finger auf den Zahlungsvorgängen die innerhalb des Netzwerkes gemacht werden – schließlich generiert man daraus wichtige Gewinne. Wie auch Apple will Facebook 30 Prozent des über verschiedene virtuelle Währungen innerhalb des Netzwerkes erzielten Umsatzes haben.
Aktuell erzielt Facebook mit so generierten Geldern 18 Prozent seines Gewinns (Q1/2012).

„Wir nutzen das aktuelle Jahr, um einen Befreiungsschlag für VZ umzusetzen“

Die Vz-Gruppe um StudiVz, SchuelerVz und MeinVz erfindet sich neu.
Das hat das zur Holzbrinck-Gruppe gehörende Netzwerk heute verkündet. Mit neuer Strategie, neuem Design und neuem Namen soll der Abwärtstrend bei Reichweite und Nutzerzahlen aufgehalten werden.

Zentrale Rolle bei der Neuerfindung der eigenen Netzwerke soll dabei das Netzwerk spielen, das als einziges noch einigermaßen funktioniert: SchuelerVz. Aufgrund seiner spezifischen, spitzen Zielgruppe hat SchuelerVz innerhalb der Gruppe am wenigsten Nutzer an Facebook verloren.
SchuelerVZ soll im Laufe des vierten Quartals 2012 neben einem Relaunch auch einen neuen Namen erhalten und Nutzer künftig als IDpool.de anlocken. Kern der Plattform soll neben dem gegenseitigen Austausch das “perspektivisch über mehrere Stufen” ausgebaute “edukative Angebot” sein, wie es in der Vz-Meldung heisst.

„Wir nutzen das aktuelle Jahr, um einen Befreiungsschlag für VZ umzusetzen“, erklärt Stefanie Waehlert, CEO der VZ-Netzwerke. Aktuell prüfe man für MeinVZ und StudiVZ “im Zuge der Fokussierung [...] neue Optionen”.

Facebook mit Werbe-Offensivprogramm für kleinere Kunden.

Kleinvieh macht auch Mist. Das muss Facebook kurz vor dem anvisierten Börsengang jetzt auch einsehen. Und geht einen Schritt auf die Unternehmen zu, die keine 10.000 Euro im Monat an Werbebudget auf der Plattform investieren. So hoch lag die Summe bisher, um persönlichen Kontakt zu einem Werbebetreuer beim blauen Riesen zu bekommen.

Das ändert sich nun. Mit dem neuen “Start to Success”-Programm.
Diese Offensive richtet sich an Unternehmen mit kleinerem Werbebudgets. Laut Information auf der zugehörigen Facebook-Seite erhalten interessierte Unternehmen im Programm während der ersten vier Wochen persönlichen Telefonsupport von einem Facebook-Experten sowie einen Gutschein über 40 Euro, den sie probeweise in Werbung investieren können. Unternehmen, die sich für die Initiative bewerben, sollen binnen 28 Werktagen von Facebook kontaktiert werden.
Einzige Bedingung für die Teilnahme: Es müssen mindestens 40 Euro Tagesbudget während den ersten 30 Tagen eingesetzt werden, in der Gesamtsumme also 1200 Euro Monatsbudget.