Twitter ist tot? Alles Quatsch!

Twitter am Ende? Alles Quatsch!

“Das Ende von Twitter”, prophezeit Joshua Topolsky, Co-Gründer von The Verge und Vox Media, in einem recht ausführlichen Artikel auf The New Yorker. Damit stimmt Topolsky in einen Chor ein, der in den letzten Wochen mit zunehmender Dramatik die Entwicklungen bei Twitter in einem Klagelied besingen.
Das Unternehmen versucht auf Druck seiner Investoren nach möglichen neuen Ansätzen für weiteres Wachstum und ruft dabei zahlreiche Hobby-Kaffeesatzleser auf den Plan.
Dabei scheint es dem Unternehmen – trotz “Manager-Exodus’” und Diskussionen um neue Features – so schlecht nicht zu gehen. Zumindest, wenn man einem Fakt aus der USA Today glaubt: Denn immerhin 412 Jahre könnte der Dienst mit den vorhandenen Kapitalreserven bei aktuellen Nutzerzahlen einfach so weiter laufen.
Diese und andere Fakten trägt Anthony De Rosa als Replik auf Topolsky zusammen und zeigt auf, dass Twitter noch weit von einem Tod entfernt ist.

Aber was bringen die ganzen Diskussionen eigentlich? Außer Wirbel für den Twitter-Aktienkurs?

Ich bin es irgendwie leid, mir jede Woche aufs Neue diesen Quatsch reinzuziehen. Wenn die so viel Geld haben, dann sollen die doch einfach entweder das Ding dicht machen und das Geld spenden. Oder aber sich frei machen von diesem ganzen Scale-Wahnsinn und einfach einen guten Service liefern. Was ist denn eigentlich los mit dieser Welt?

Martin Giesler will die quälend langweilige Diskussion zum möglichen und unausweichlichen Ende von Twitter nicht mehr führen, schreibt er im Social Media Watchblog. Und vielleicht wäre das auch für Twitter und Journalisten mal eine Anregung. Einfach einmal aus dem Strudel aus Ohh!, Ahh! und Um-Himmels-Willen! aussteigen. Als einer der Top-Social Media-Netzwerke aber steht Twitter unter besonderer Beobachtung und CEO Jack Dorsey wird in den kommenden Wochen nicht nur auf die Technologie und Nutzer von Twitter achten müssen, sondern auch vermehrt auf die die Wirkungen seiner Worte und Handlungen nach außen …

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