Getty Images öffnet Bestand – Bilder können kostenfrei eingebunden werden

Getty Images öffnet sein umfassendes Bild-Archiv – künftig lassen sich Bilder kostenfrei in die eigene Website einbetten

Der Welt größtes Bildarchiv öffnet sich: Getty Images macht eine große Auswahl an Bildern für die kostenfreie Nutzung verfügbar.

Das Unternehmen bietet für ausgewählte Kollektionen künftig eine Einbettungs-Möglichkeit an. Über diese ist es Bloggern und Website-Betreibern möglich Bilder aus dem umfangreichen Archiv des Anbieters kostenfrei zu nutzen.
Voraussetzung: die Nutzung erfolg über einen zur Verfügung gestellten iframe-Code. Dieser liefert – ähnlich wie bei Instagram – ein Fenster aus, in dem das Bild direkt über die Getty Images-Seite geladen wird. Zudem wird ein entsprechender Hinweis auf Getty Images und den Urheber des Bildes mit ausgeliefert.

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Für Website-Betreiber ohne Foto-Budget ergeben sich durch die Öffnung neue Möglichkeiten eigene Artikel mit Bildmaterial zu versehen. Getty Images selbst schreibt in den Nutzungsbedingungen für das Einbetten vor: "Sie dürfen eingebettete Getty Images-Inhalte nur zur redaktionellen Zwecken (also im Zusammenhang mit Ereignissen, die berichtenswert und von öffentlichem Interesse sind) verwenden."
Nicht eingesetzt werden dürfen die Bilder für eindeutig gewerbliche Zwecke. News-Blogs, die sich über Werbung finanzieren, sollten die Bilder allerdings nutzen dürfen – Einschränkung hier ist die Nutzung in gesponserten Beiträgen.

Zudem behält sich das Unternehmen vor "Daten im Zusammenhang mit der Nutzung des eingebetteten Viewers und eingebetteter Getty Images-Inhalte zu erfassen" sowie "im eingebetteten Viewer Werbung anzuzeigen oder seine Nutzung anderweitig kommerziell auszuwerten, ohne Sie hierfür zu entschädigen". Datenschützer dürften hier wieder leicht nervös werden. Eine rechtliche Einschätzung des Services sollte es in den nächsten Tagen in diversen Anwaltsblogs zu lesen geben.
Zum Roll-Out zumindest verzichtet Getty Images noch darauf, die Werbeoption zu nutzen. Hier wird die Verbreitung der Funktion und die Akzeptanz entscheiden müssen, ob eine eingebettete Werbeform kommt. Klar ist jedoch: Getty Images selbst muss den Dienst irgendwann auch direkt finanzieren.

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Getty Images bietet direkt in den Bildern selbst zudem weitere Möglichkeiten das Material über Social Media-Kanäle zu teilen.

Wie auch bei eingebetteten Inhalten von Twitter, YouTube oder Instagram können die über fremde Server ins eigene Weblog oder die eigene Website geholten Inhalte irgendwann Lücken hinterlassen. Tweets, Videos und auch Bilder können ohne Kenntnisnahme des Einbetters gelöscht werden. Bloggern und Redakteuren muss dies bei der Nutzung des Angebots bewusst sein.

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