medienrauschen, das; [Nomen] – ein Weblog rund um Neues und Lesenswertes aus den Themenbereichen Medien und Social Media

Jetzt zur sicheren Kommunikation wechseln

Der neuste Crazy Shit in der sozialen Kommunikation! Extra3 hat es schon vor einem Monat gewusst. Noch vor OpenSSL und Herzbluten. Es steigt ein neuer Stern am Social Media Himmel auf.

… schönes Wochenende! ;-)

remington

in Link, am Thomas Gigold

Facebook und die Reichweite: Hört auf zu heulen, fangt an zu arbeiten

Viel wurde gesagt, geschrieben, geheult – über Facebook, die Reichweite, dass Facebook nicht mehr Dein Freund (also der, der großen Seiten) sei.

Hört. Auf.

Nehmt euch lieber 30 Minuten Zeit.
Und dann lest.

SUPER SUNRISE KEMP

Calm Down. Facebook Is Not Screwing You.

Wo Facebook nach wie vor funktioniert:
Mit guten Inhalten.

Darüber hinaus:
Es gibt kein Recht auf Gratis-Reichweite

Auch, wenn sich mancher fragt:
Lohnt sich eine Facebook-Page überhaupt noch für Blogs?

Dabei ist das Geheimnis:
Eine erfolgreiche Facebook-Page ist im besten Fall ein eigenständiges journalistisches Produkt, geschrieben von Menschen für Menschen“, sagt Heiko Hebig. Hauptberuflicher Weltverkleinerer, aka Facebook Partnership Manager. Und sein Chef ergänzt: “Mehr Inhalte posten, große Bilder verwenden, keine irreführenden Überschriften posten.

Neben Content ist Timing wichtig.
Ansonsten gibt es für Fans natürlich auch noch eine komplizierte Formel. Aber die sollten Sie nur anklicken, wenn Sie wirklich frustriert sind.

Das Problem, dass Seiten immer weniger gesehen werden, ist übrigens genau das Problem der Seiten: Wir Nutzer mögen zu viele davon.

2014 muss die Formel daher lauten: Werdet erwachsen, nehmt Fans ernst und schafft Inhalte, die gut sind. Inhalte, die von Nutzern als interessant empfunden werden.
Das galt übrigens schon 2013. Es hat da nur keiner Ernst genommen, als die ersten Berater anfingen, genau dies zu predigen.
Der beste Rat deshalb: “Marken sind im Ökosystem Facebook auf Augenhöhe mit Freunden, der Familie, Bekannten des Nutzers. Sie müssen zwangsläufig ihre Rolle als reiner Sender verlassen um wahrgenommen zu werden.

Und jetzt nehmen Sie sich eine Flasche Bier, weinen noch ein wenig und spucken am Montag wieder in die Hände. Diesmal aber richtig.

Schönes Wochenende!

Foto: anaa yoo, CC Lizenz

in Praxis, am Thomas Gigold

“Du Ziege!” – Mit diesem Spiel schlüpft man in die Haut des Mäh-ckertiers.

Männer die auf Ziegen starren mögen auch: Den Ziegen-Simulator. Ab 1. April auf Steam. Vielleicht.

Ziegen sind die neuen Katzen. Und wer schon immer einmal wissen wollte, was eine Ziege so ausgelassenes tut, wenn man ihr einen Menschen als Steuermann zur Tastatur gibt … der hat am 01. April die Möglichkeit es zu erfahren. Im Ziegen-Simulator.

ziegen-simulator

Goat Simulator is the latest in goat simulation technology, bringing next-gen goat simulation to YOU. You no longer have to fantasize about being a goat, your dreams have finally come true! WASD to write history.

Binnen drei Tagen hat es der Trailer zum Spiel immerhin bereits auf 3,3 Millionen Klicks gebracht.

Guten Start in die Woche wünscht medienrauschen

Mut zum Journalismus

Es passiert. Während große Medienhäuser wie Madsack und auch Springer zunehmend am Journalismus sparen, wagen sich viele Journalisten in das Abenteuer der Selbstverwirklichung. Wirklich journalistisch arbeiten, ohne Diktat, nur dem eigenen Druck ausgesetzt.
Es mag idealistisch klingen – oder gar sein. Aber die Zeit ist reif. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA, oder Österreich …

Mit Fillmore wagt nun ein “Magazin für Wirtschaft, Innovation und Lifestyle” den Sprung ins Haifischbecken.

Das Magazin von Elisabeth Oberndorfer kommt aus Österreich – die namensgebende Straße des Magazins liegt in San Francisco. Eine Nachbarschaft, in der Innovation gelebt wird: Hier setzen Unternehmen neue technologische Lösungen ein, um ihr Geschäft zu fördern, und Kunden das Einkaufserlebnis zu verbessern.

Oberndorfer ist ausgebildete Journalisten. Berufserfahren beim österreichischen Standard. Und heute in den USA. In der zweiten Jahreshälfte will sie zurück – nach Österreich und Deutschland. Leben und Wirtschaften vergleichen.
In Fillmore geht es um junge, digitale Wirtschaft. Um das etwas bewegen. Ein Neuanfang. Nicht nur für Oberndorfer, wie sie gern sehen würde.

in Link, am Thomas Gigold

Getty Images öffnet Bestand – Bilder können kostenfrei eingebunden werden

Getty Images öffnet sein umfassendes Bild-Archiv – künftig lassen sich Bilder kostenfrei in die eigene Website einbetten

Der Welt größtes Bildarchiv öffnet sich: Getty Images macht eine große Auswahl an Bildern für die kostenfreie Nutzung verfügbar.

Das Unternehmen bietet für ausgewählte Kollektionen künftig eine Einbettungs-Möglichkeit an. Über diese ist es Bloggern und Website-Betreibern möglich Bilder aus dem umfangreichen Archiv des Anbieters kostenfrei zu nutzen.
Voraussetzung: die Nutzung erfolg über einen zur Verfügung gestellten iframe-Code. Dieser liefert – ähnlich wie bei Instagram – ein Fenster aus, in dem das Bild direkt über die Getty Images-Seite geladen wird. Zudem wird ein entsprechender Hinweis auf Getty Images und den Urheber des Bildes mit ausgeliefert.

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Für Website-Betreiber ohne Foto-Budget ergeben sich durch die Öffnung neue Möglichkeiten eigene Artikel mit Bildmaterial zu versehen. Getty Images selbst schreibt in den Nutzungsbedingungen für das Einbetten vor: "Sie dürfen eingebettete Getty Images-Inhalte nur zur redaktionellen Zwecken (also im Zusammenhang mit Ereignissen, die berichtenswert und von öffentlichem Interesse sind) verwenden."
Nicht eingesetzt werden dürfen die Bilder für eindeutig gewerbliche Zwecke. News-Blogs, die sich über Werbung finanzieren, sollten die Bilder allerdings nutzen dürfen – Einschränkung hier ist die Nutzung in gesponserten Beiträgen.

Zudem behält sich das Unternehmen vor "Daten im Zusammenhang mit der Nutzung des eingebetteten Viewers und eingebetteter Getty Images-Inhalte zu erfassen" sowie "im eingebetteten Viewer Werbung anzuzeigen oder seine Nutzung anderweitig kommerziell auszuwerten, ohne Sie hierfür zu entschädigen". Datenschützer dürften hier wieder leicht nervös werden. Eine rechtliche Einschätzung des Services sollte es in den nächsten Tagen in diversen Anwaltsblogs zu lesen geben.
Zum Roll-Out zumindest verzichtet Getty Images noch darauf, die Werbeoption zu nutzen. Hier wird die Verbreitung der Funktion und die Akzeptanz entscheiden müssen, ob eine eingebettete Werbeform kommt. Klar ist jedoch: Getty Images selbst muss den Dienst irgendwann auch direkt finanzieren.

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Getty Images bietet direkt in den Bildern selbst zudem weitere Möglichkeiten das Material über Social Media-Kanäle zu teilen.

Wie auch bei eingebetteten Inhalten von Twitter, YouTube oder Instagram können die über fremde Server ins eigene Weblog oder die eigene Website geholten Inhalte irgendwann Lücken hinterlassen. Tweets, Videos und auch Bilder können ohne Kenntnisnahme des Einbetters gelöscht werden. Bloggern und Redakteuren muss dies bei der Nutzung des Angebots bewusst sein.

in Praxis, am Thomas Gigold

Twitter: Zwei Drittel der deutschen Nutzer springen wieder ab

Etwa 70 bis 80 Prozent der Menschen, die sich [in Deutschland] bei Twitter anmelden, springen im Laufe der Zeit wieder ab. Nur etwa 3 Prozent der Menschen, die sich jemals bei Twitter im deutschsprachigen Raum angemeldet haben, sind heute noch täglich als Schreiber aktiv.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie des Unternehmens Peerreach, die für FOCUS deutsche Twitter-Nutzer unter die Lupe nahm. Auch auch globaler Ebene schafft es Twitter nicht, aus registrierten Nutzer tatsächlich auch aktive Nutzer zu machen. Der Großteil der Registrierungen bei dem Dienst bleibt inaktiv, der Rest spaltet sich zu jeweils ca. 50% in aktive Schreiber und passive Leser.

/Zitat eingangs des Artikels & via Netzökonom, Holger Schmidt

in Praxis, am Thomas Gigold

FAZ Online-Leser sind Schnorrer

Ich bemühe mich, Internet-Kommentare zu ignorieren. Im Gegensatz zu den Lesern der F.A.Z.-Printausgabe sondern viele Kommentatoren der Schnorrerausgabe im Internet vornehmlich Unsinn ab. Um in jedem zehnten Kommentar vielleicht etwas Interessantes zu entdecken, mag ich mich nicht durch einen Berg von Meinungsmüll und Geplapper lesen.

Michael Martens, Korrespondent der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”, mag die Leser und Kommentatoren der Online-FAZ nicht.

/Rekonstruktion eines Eklats, via newsroom.de

Die Vorhersage der Implosion Facebooks als neuer heißer Scheiß?

Hopp oder Top?

In einem (noch vor der WhatsApp-Übernahme entstandenen) Text über Facebook sieht Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach – immerhin 'Digital Communications and Innovations'-Chef bei der Kommunikationsagentur achtung! – das Ende von Facebook nahen.
Fest macht er dies zum Beispiel an seinem elfjährigen Sohn, der zwar Instagram und YouTube, nicht aber Facebook nutze: "*Das Silo Facebook ist zu groß und komplex geworden, als dass es Schutzräume böte.*"

Nico Lumma, freier Berater und ebenso wie Lünenbürger-Reidenbach einer der vorderen Social Media Wellen-Surfer, erwidert die Prognose des Werbers mit einer Replik. In der wickelt er dem achtung!-Mann den Facebook-Vergleich mit AOL um den Hals und kommt zu dem Schluss: "*Facebook wird nicht implodieren, denn Facebook erfindet sich täglich immer wieder ein Stück weit neu.*"

Facebook Scheiße zu finden, scheint aktuell hipp in manchen Kreisen. Das Social Media Riese scheint zu straucheln: fern bleibende Jugendliche, gescheiterte Teil-Projekte wie Facebook Home, … Dabei vergisst man schnell, dass die Zahl der aktiven Facebook Nutzer noch immer einen positiven Trend aufzeigt. Ja, die Landschaft der Social Media Dienste fragmentiert zunehmend. Immer wieder versuchen neue Dienste um die Aufmerksamkeit der Nutzer zu buhlen. Doch Facebook ist – auch, dank dicker Brieftasche – der größte Sonnenstrand im Web. Mit Facebook, Instagram und nun auch WhatsApp gehören die drei Social Media-Wale des Fischbeckens zu nur einem Unternehmen.

Facebook wird bleiben. Es ist bereits das Google der sozialen Medien. Trotz der Tatsache, dass Teil-Projekte nicht aufgehen – wie zuletzt das mit offenbar großer Hoffnung veröffentlichte und sensationell gefloppte Facebook Home -, ist Facebook noch nicht am Ende. Ähnlich wie Google versteht es das Unternehmen Flops wegzustecken und zerbrochene Gläser schnell wegzufegen. Home ist letzten Endes für Facebook das persönliche Google Wave gewesen …

Schon jetzt wird der neue Share-Button für WhatsApp häufiger (auf Buzzfeed) genutzt, als der Twitter-Share-Knopf. Die mobile Nutzung und sinnvolle (auch Nicht-)Verbindung seiner Dienste ist für Facebook aktuell die große Herausforderung. Dabei kann und wird das Unternehmen nicht zuletzt auch von Google, AOL und Yahoo lernen.
2014 als das Implosionsjahr Facebooks zu sehen, ist vielleicht doch eher fehlinterpretierter Kaffeesatz …

:-) – darum ist das Internet menschlich

Smile

Emoticons sollen nicht nur Gesichter darstellen – sie werden von Menschen auch als solche wahrgenommen.

Diese Tatsache weist Owen Churches von der Flinders Universität in Adelaide in einer neuen Studie jetzt nach.

Emoticons wie das untersuchte ":-)" sollen Texte verständlicher machen und dabei helfen, Aussagen in die korrekte Bedeutung zu setzen. Churches wies im Rahmen einer Arbeit nach, dass das Gehirn diese Information tatsächlich ebenso emotional verarbeitet, wie ein real lächelndes Gesicht. Das verdanken wir offenbar dem Internet. So geht der Forscher davon aus, dass es sich bei der Reaktion um “eine ausschließlich kulturell bestimmte neuronale Reaktion” handelt: “Keinem Baby ist die Fähigkeit angeboren, Smileys als Gesichter zu erkennen“, so Churches in einem Interview.

/via

in Link, am Thomas Gigold

LinkedIn rollt Blog-Funktion aus

Das Soziale Business-Netzwerk LinkedIn erlaubt seinen Mitgliedern ab sofort auch das Bloggen auf der Plattform und wirbt als „*Definitive Professional Publishing Platform*“ für sich.

Wer aktiv bei LinkedIn veröffentlicht kann das künftig nicht mehr nur mit kurzen Statusmeldungen tun. Das Netzwerk will seine Kunden jetzt auch zum Bloggen animieren. Die Funktion, welche von einer handverlesenen Auswahl von Promis bereits seit einem Jahr genutzt werden kann, soll in den kommenden Monaten Stück für Stück an die 277 Millionen Nutzer ausgerollt werden. Unter linkedin.com/today können LinkedIn-Mitglieder ab sofort Themen und Nutzern folgen, die sie interessieren.

Welche Vorteile ein Nutzer vom Bloggen auf LinkedIn hat, bleibt unklar. Der deutsche Wettbewerber Xing hatte eine ähnliche Funktion – die „Xing Themen“ erst im September 2013 eingestellt, weil sich die Nutzer für längere Inhalte ausserhalb von Foren nicht interessierten. Die „Xing-Blogs“ konnten zumindest deutsche Nutzer nicht überzeugen – bleibt abzuwarten, ob das neue Feature auf LinkedIn rege genutzt wird …

in Praxis, am Thomas Gigold