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Facebook: Neue AGB sorgen für Kritik.

Facebook und der Datenschutz vs. die Datenschutzbeauftragten in Deutschland. Ein stetig anhaltender Kampf der Kulturen.

Nachdem Facebook am Donnerstag seine ‘Datenverwendungsrichtlinien’ geändert hat, nehmen die beiden Datenschutzbeauftragten von Hamburg und Schleswig-Holstein, Johannes Caspar und Thilo Weichert, mit dem Social Media-Riesen in die Kritik: “Statt Informationen und Wahlmöglichkeiten zu verbessern, werden die Nutzer weiter an der Nase herumgeführt”, heisst es in einer gemeinsamen Erklärung der beiden Experten. Kern der Kritik: Künftig will Facebook laut den neuen AGB auch ohne Rückfrage Nutzerdaten, die mit anderen Mitgliedern geteilt werden, an Apps weiterreichen und für Werbung nutzen.
Wie schon in der Vergangenheit treten die neuen AGB ohne große Verkündung durch Facebook in Kraft, dass sie sich überhaupt ändern bekommen Nutzer nur mit, wenn Sie selbst Fan der Facebook-Seite Facebook Site Governance sind. Und auch künftig sollen Änderungen der Geschäftsbedingungen möglichst stillschweigend geschehen – dies macht eine kleine Passage in dem rund 37.000 Zeichen umfassenden Dokument deutlich: “Deine weitere Nutzung von Facebook nach Änderungen an unseren Bedingungen bedeutet gleichzeitig dein Akzeptieren unserer geänderten Bedingungen.”

Den Datenschützern fehlt die Möglichkeit der Nutzer ihre Daten selektiv freizugeben, ebenso sieht Thilo Weichert wenig Aufklärung seitens Facebook, welche Daten genutzt werden können, und welche Konsequenzen die automatisierte Datenverarbeitung hat.

Die Änderungen bei Facebook, Erklärung der Datenschutzbeauftragten, heise, Spiegel

Thomas Gigold
Blogger, Berater, Mensch