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Eine DIN für Social Media?

Ohne seine DIN kann das deutsche Unternehmertum nicht richtig arbeiten. Es spezifiziert, wie Briefpapier auszusehen hat, welche Normgrößen Schrauben haben, wie technische Abläufe aussehen müssen – und künftig auch, wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Einführung und Nutzung von Social Media am Besten vorgehen können/sollen.

Kein Scherz.
Während eine neue Studie aufzeigt, dass die die hohen Anforderungen an den Datenschutz deutsche Firmen beim Wachstum und Einsatz des Internets ausbremsen, entwickelt das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) eine eigene Spezifikation (DIN SPEC 91253) für die Einführung und das Management von Web 2.0 und Sozialen Medien in KMU.

Die Empfehlung des DIN sieht vor dem Einsatz von Social Media eine Sensibilisierung, Analyse, Strategieentwicklung, Entwicklung und Bewertung sowie eine abschließende Implementierung und das stete Controlling vor. “In der Form dieser DIN SPEC 91253 leistet auch die Wissenschaft ihren Beitrag zur
gestaltungsorientierten Umsetzung von Produkt- und Prozessinnovationen”, zitiert ein für die Presse zur Veröffentlichung vorgefertigter Artikel (PDF) Prof. Markus Nüttgens, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik an der Universität Hamburg. Neben der Uni Hamburg gehörten zu den Mitgliedern des Standardisierungsgremiums auch das Hamburger Informatik Technologie-Center e. V. sowie die 13. Stock Online Relations, der Beuth Verlag, EOS Uptrade, glocal consult, das Institut für Querdenkertum & Innovation – ed.iiQii.de und projektwerk.

Wer jetzt am Ende doch Lust hat: Die DIN SPEC 91253 ist zum Preis von 48,10 Euro erhältlich.

Vorgestellt wurde die DIN SPEC bereits auf der Cebit, auf der Hannover Messe am 24. April 2012 (13.30-13.55 Uhr, Forum tech transfer, Halle 2) ist ein weitere Termin für die öffentliche Vorstellung vorgesehen.

Thomas Gigold
Blogger, Berater, Mensch