Social Networks und die Flut in Deutschland

Dass Social Media in Zeiten der Not ein wichtiges Instrument ist, um Menschen zu verbinden und zu organisieren, zeigte sich in den letzten Monaten an verschiedenen Brennpunkten der Welt: Ägypten, Syrien, China.
Dabei ist nicht nur eine beherrschende Politik für die rege Kommunikation über Facebook oder Twitter ein ausschlaggebender Punkt. Während Menschen in Deutschland an verschiedenen Orten gegen die Fluten von Elbe, Donau, Saale und Mulde kämpfen, spielen Facebook und Twitter ebenso eine wichtige Rolle. Über die sozialen Netzwerke werden Helfer gesucht, koordiniert und sich ausgetauscht. Auf Basis von Google Maps entstehen Karten der aktuellen Lage. Die Facebook-Seite “Hochwasser Sachsen” verzeichnet aktuell 92.000 helfende “Fans”, Hochwasser Dresden 27.000, es gibt über Facebook organisierte Reisen in die Gebiete, die weitere Helfer nötig haben.

Die FAZ wirft einen kleinen, kurzen Blick auf die verschiedenen Gruppen.

Manipulierte Partizipation

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Das Internet ist eine von Lobbyisten getriebene Veranstaltung. Mehrheitsentscheidungen per Internet sind hochgradig fragwürdig.

Was genau Thomas Heilmann, Justizsenator in Berlin (CDU), zu dieser Ansicht über die Partizipation im Netz getrieben hat, ist nicht bekannt. Er teilt sie jedoch frohgemutes auf einer Konferenz zum Thema.
Wobei die Konterfrage fehlt: Was ist dann Politik?

Werbung in der Inhalte-Falle

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I’ve been arguing to news organizations that they should stop thinking of themselves as content businesses and start understanding that they are in a relationship business.

Jeff Jarvis über die Beziehung zwischen Zeitung, Industrie und Mensch. Lesenswerte Lektüre mit dem Hintergrund um Gesponserte Inhalte (aka Brand Journalism) in Zeitungen und Websites.
In the End Was the Word and the Word Was the Sponsor’s

Automatisierte Meinungsmacht

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Spam, schreibt Frederik Fischer in der ZEIT, wird längst schlauer produziert. In seinem Artikel beleuchtet er Social Bots, die auf Twitter menschliches Verhalten nachahmen. Sie twittern Meinungen und Links, denen viele vertrauen. Das, so Fischer, kann zu einem Problem bei der Meinungsfindung werden.
Ferngesteuerte Meinungsmache, DIE ZEIT

Facebook wird unattraktiv für Jugendliche

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Facebook, teens say, has been overrun by parents, fuels unnecessary social “drama” and gives a mouthpiece to annoying oversharers who drone on about inane events in their lives.

How Teens Are Really Using Facebook: It’s a ‘Social Burden,’ Pew Study Finds – die Huffington Post darüber, dass junge Menschen zunehmend von Facebook genervt sind, jedoch aufgrund ihrer Freunde dort bleiben.

BILD: Mit Storytelling in die Zukunft

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Erfolgreicher Journalismus hängt zum Glück nicht am Papier. Die Zeitung heute ist ein sehr wichtiger Teil einer Marke, die sich neu erfinden muss, weil sich die alten Konzepte und Gewohnheiten ändern. [...] Zukünftig werden sich Arbeitsabläufe viel mehr um eine Geschichte drehen.

Einsicht des BILD-Chefs Kai Diekmann nach seiner neun Monate dauernden Forschungsreise ins Herz der US-amerikanischen Tech-Szene.
Handelsblatt

Yahoo rennt: flickr runderneuert, ein Terabyte für jeden

Heilige Mortadella, Batman“, würde der Robin der 60er-Jahre TV-Serie angesichts dieses Angebotes ausrufen. Nur wenige Stunden nach dem Deal mit Tumblr runderneuert Yahoo die jahrelang missachtete Fotoplattform flickr. Der Fotodienst bekommt ein radikales Facelift – und pro Nutzer das größte Stück Festplatze aller Onlinedienst. Sage und schreibe 1 Terabyte Speicherplatz stellt Yahoo jedem Nutzer kostenfrei zur Verfügung. Damit ist Yahoo der König unter den Speicherplatz-Anbietern. Google hatte erst vor wenigen Tagen sein Online-Speicher-Angebot überarbeitet, stellt Nutzern jetzt 15 GB zur Verfügung. Angesichts des riesigen Aufgebots von Yahoo nun, wirken die verhältnismäßigen vielen 15 GB schon wieder winzig. Reine Speicher-Anbieter wie Dropbox warten mit 5 GB kostenfrei auf.

Yahoo wants Tumblr so bad …

[UPDATE] Yahoo hat Tumblr gekauft. Update unten im Text.

Yahoo will Tumblr. Und ist bereit, bis zu 1,1 Milliarden US-$ auf den Tisch zu legen.
Diese Summe hat die Konzernführung jetzt freigegeben, um den Blogging-Service von David Karp zu kaufen. Mit dem Zukauf hofft Yahoo-Chefin Marissa Mayer offenkundig, die Nutzerbasis des eigenen Konzerns massiv erweitern zu können und wieder ein Stück weit “cool” zu werden. Selbst im sonst recht konservativen Deutschland schlägt sich die soziale Blogging-Plattform aktuell recht gut – ist beliebter als Twitter.

Noch ist offenkundig nichts in trockenen Tüchern, doch das Netz pulsiert angesichts der Meldungen um den möglichen Kauf bereits. Während sich die BusinessWeek fragt, was Yahoo wohl mit all den Porno-Blogs auf Tumblr machen wird flüchten die ersten Nutzer bereits zu WordPress.org. Dabei erinnert die Diskussion zuweilen ein wenig an die Tage, als Yahoo flickr kaufte: “my Tumblr is a part of my identity. And for whatever reason, I don’t want to identify with Yahoo

[Update, 14:09 Uhr] Die Associated Press vermeldet via Twitter, der Kauf von Tumblr durch Yahoo sei fix. Tumblr bleibe ein eigenständiges Unternehmen innerhalb des Yahoo Imperiums.
Marissa Mayer verspricht in ihrem eigenen Tumblr-Blog derweil: “We promise not to screw it up.”