Wir sind medienrauschen.
Social. Content. Marketing.

CURVED als gutes Beispiel für Content Marketing

„Corporate Blogs werden keine Chance haben, eine eigene  organische Reichweite aufzubauen“, sagt Matthias Schrader (SinnerSchrader) im Streitgespräch mit Tech-Blogger Sascha Pallenberg. Schrader sieht dabei vor allem die Glaubwürdigkeit als ausschlaggebend. Während neue  Medienmarken wie das durch E-Plus finanzierte CURVED eine Glaubwürdigkeit aufbauen könnten, sind Marken als Absender bei Konsumenten von vornherein unglaubwürdig.

Diese Ausgangsposition ist für Schrader die Rechtfertigung, weshalb CURVED seinen Sponsor E-Plus nicht eindeutig benennt – und sich dadurch nicht zuletzt als Lieblings-Rotes Tuch für Blogger wie Sascha Pallenberg etabliert hat. Denn Pallenberg sieht in CURVED kein gutes Beispiel für Content Marketing, sondern unlautere Werbung.

Das Streitgespräch kann man auf YouTube nachsehen:

Aber ist CURVED wirklich ein schlechtes Beispiel für Content Marketing? Oder trotz der leichten Verschleierung eher sogar eines der Besten?

Karsten Lohmeyer, der auf der Bühne Moderator zwischen Pallenberg und Schrader war, schreibt dazu auf Lousy Pennies seine Gedanken auf. Und fragt: Ist CURVED wirklich kein Journalismus, oder doch am Ende „ganz normaler Journalismus“ – dabei dreht Lohmeyer eines der Haupt-Argumente Pallenbergs im Nichts um.

Die zentrale Frage bei all dem ist: Wie transparent muss Content Marketing sein? Wann und wie sollte der Absender eines Stück Contents erkennbar sein?

Die Debatte ist insofern nicht neu – es ist die Debatte um die Unabhängigkeit des Journalismus, der heute zunehmend nicht mehr von vermeintlich freien Verlagen sondern von der Wirtschaft bezahlt wird.

„Gut gemachtes Content Marketing ist für mich eben kein Journalismus aus der Hölle“, schreibt Lohmeyer am Ende seines Artikels – und grenzt ein: Wenn er transparent gestaltet ist.



selfie.jpg

Die Suche nach dem perfekten Social Media-Beitrag ruiniert vielen Menschen die Freude am erlebten Moment.

Das zumindest zeigt eine Umfrage der beiden Autoren Joseph Grenny und David Maxfield, Co-Autoren des Buches Crucial Conversations.  

Grenny und Maxfield haben 1.623 Teilnehmer zu ihrer Obsession mit Social Media befragt. Ergebnis: Satte 58 Prozent der Befragten finden, dass die Jagd nach dem perfekten Foto für ihre Social Media-Profile den Moment in der „echten“ Welt zerstören.

Smartphone weg, Leben genießen.
Social Media kann warten!

Gar 91 Prozent der Befragten sagen, sie hätten mindestens schon einmal einen „großartigen Moment“ verpasst, weil sie damit beschäftigt waren ein Foto oder Video von eben diesem Moment online zu stellen.

weiterlesen



meerkat

Eine App erobert das Internet im Sturm: Mit Meerkat können (Twitter-)Nutzer live Video-Streams mit dem Smartphone erstellen und so Zuschauer in ihren Alltag mitnehmen.
„Wir werden Social Media neu erfinden“, ist sich Meerkat-Gründer Ben Rubin (Porträt im Guardian) sicher. Und wird von einer fast beispiellosen Welle der Aufmerksamkeit getragen. Seit dem Launch der App am 27. Februar ist ihm die mediale Aufmerksamkeit sicher. Und das aktuell laufende South by Southwest Interactive Festival dürfte ihn noch weiter tragen.

Streaming ist aktuell überhaupt das nächste Große Ding in Social Media. Das zeigen Plattformen wie YouNow, aber auch die der Kauf des Streaming-Dienstes Periscope durch Twitter. Der Micro-Blogging-Dienst hat mittlerweile übrigens die Möglichkeiten, Daten mit Meerkat auszutauschen eingeschränkt.

Daniel Fiene stellt die App ausführlicher bei RP Zeitgeist vor.
Meerkat übertragt den Gedanken Twitters – nur die aktuelle Sekunde zählt – perfekt in das Video-Format.

Video ist das große Thema für Nutzer in 2015. Streaming, auch es selbst zu tun, ist die Weiterentwicklung dessen. Stellt sich die Frage, wer all den Produzenten eigentlich noch folgen soll? Das wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Erste Firmen wie beispielsweise RedBull experiment bereits mit Meerkat …



Tumblr hat Reddit den Rang als Keimzelle für neue Memes abgelaufen, sagt Ryan Broderick von Buzzfeed: “Tumblr is the pipeline to youth culture online“. Mittlerweile aggregiert Buzzfeed die meisten Inhalte tatsächlich über den Blogging-Dienst. 
Das sowie nicht zuletzt der Hype um #TheDress, der von Tumblr ausging und dem Netzwerk einen gigantischen Traffic-Schub verpasste, dient Caitlin Dewey in der Washington Post zur Behauptung: Move over, Reddit: Tumblr is the new front page of the Internet.



Dass sich Google weg von der „Such“- hin zur „Antwort“-Maschine entwickeln will, ist ein offenes Geheimnis. Auf dem Weg stieß der Gigant schon diverse Webseiten-Betreiber vor den Kopf, weil er diverse Anbieter überflüssig macht: Wetter, Umrechnungen, Flugabfragen, Sport-Ergebnisse oder die Gewinner der letzten Oscars – auf all das weiß Google eine Antwort, ohne dass man die Seite verlässt.

Nun macht die Maschine einen neuen Vorstoß und will offenbar Rezeptseiten angreifen. So will man (mit diesmal lizenziertem Inhalt) Fragen der Art „Wie mache ich eine Bloody Mary“ künftig mit eigenen Rezeptkarten direkt beantworten, statt nur Suchergebnisse zu zeigen.

Bild von seroundtable.com

Anbieter reiner Rezeptdatenbanken ohne Community-Anbindung werden sich ein neues Modell suchen müssen …



2007 - 2015, medienrauschen | Datenschutz | Impressum | Made with in Leipzig