Wir sind medienrauschen.
Social. Content. Marketing.

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Dass Facebooks Newsfeed-Algorithmus keine feste Konstante ist, daran haben sich gute Community Manager mittlerweile gewöhnt. Und nun passt Facebook die Kriterien einmal mehr den Forderungen der Nutzer an. Künftig soll eine neue Ausgewogenheit zwischen den Meldungen von Freunden und Seiten in den Newsfeed einziehen. 
So verkündete es Facebook vor wenigen Tagen in den Business News. 
Doch auch, wenn nun manch Community Manager mit neuer Reichweiten-Angst um den Schlaf fürchtet – doch von einem Facebookgeddon sind wir weit entfernt. An der Rezeptur für erfolgreiche Inhalte ändert sich nichts. Nach wie vor gilt: Guter Content wird sich durchsetzen. 
Dabei lässt sich „guter Content“ nicht pauschal definieren, hängt er doch stark von der eigenen Zielgruppe, aber eben auch vom Veröffentlichungszeitraum ab.

Konstant bei all den Umstellungen ist, dass Inhalt relevant für die Zielgruppe sein muss. Die wohl stärkste Änderung diesmal: Gefällt mir-Angaben und Kommentare von Freunden will Facebook künftig weniger gewichten. Das bedeutet, man beschneidet hier den viralen Effekt künftig. Damit reagiert Facebook laut eigenen Angaben direkt auf Nutzerforderungen.

Seitenbetreiber werden die Anpassungen unterschiedlich zu spüren bekommen, abhängig davon auf welche Zielgruppe und welche Inhalte sie setzen. Hier ist mittelfristig unter Umständen eine Anpassung der Inhalte-Strategie notwendig. An Reichweite einbüsen dürften durch die aktuelle Anpassung vor allem Seiten, die auf erzwungene Handlungen zum kommentieren und „liken“ setzen – ihnen wird der virale Faktor entzogen. Andere Seiten, die sharable und relevanten Content produzieren dürften hingegen kaum Auswirkungen spüren. 

Bild: Nate Bolt, flickr CC Lizenz



Bloggen

Mit dem Thema Datenschutz sollten sich Internet-Nutzer nicht nur auseinander setzen, wenn Sie im Netz unterwegs sind. Auch beim eigenen Weblog muss Datensicherheit ein Thema sein – um Betreiber wie auch Lesern Sicherheit zu geben.
Sven Venzke-Caprarese fasst in einem ausführlichen Artikel alles zusammen, was zu beachten ist: „Datenschutz für Blogbetreiber – WordPress rechtskonform nutzen“ ist eine Pflichtlektüre, insbesondere für Blogbetreiber, die (teil-)geschäftlich aktiv sind.

Bild: Dennis Skley, flickr CC Lizenz



CURVED als gutes Beispiel für Content Marketing

„Corporate Blogs werden keine Chance haben, eine eigene  organische Reichweite aufzubauen“, sagt Matthias Schrader (SinnerSchrader) im Streitgespräch mit Tech-Blogger Sascha Pallenberg. Schrader sieht dabei vor allem die Glaubwürdigkeit als ausschlaggebend. Während neue  Medienmarken wie das durch E-Plus finanzierte CURVED eine Glaubwürdigkeit aufbauen könnten, sind Marken als Absender bei Konsumenten von vornherein unglaubwürdig.

Diese Ausgangsposition ist für Schrader die Rechtfertigung, weshalb CURVED seinen Sponsor E-Plus nicht eindeutig benennt – und sich dadurch nicht zuletzt als Lieblings-Rotes Tuch für Blogger wie Sascha Pallenberg etabliert hat. Denn Pallenberg sieht in CURVED kein gutes Beispiel für Content Marketing, sondern unlautere Werbung.

Das Streitgespräch kann man auf YouTube nachsehen:

Aber ist CURVED wirklich ein schlechtes Beispiel für Content Marketing? Oder trotz der leichten Verschleierung eher sogar eines der Besten?

Karsten Lohmeyer, der auf der Bühne Moderator zwischen Pallenberg und Schrader war, schreibt dazu auf Lousy Pennies seine Gedanken auf. Und fragt: Ist CURVED wirklich kein Journalismus, oder doch am Ende „ganz normaler Journalismus“ – dabei dreht Lohmeyer eines der Haupt-Argumente Pallenbergs im Nichts um.

Die zentrale Frage bei all dem ist: Wie transparent muss Content Marketing sein? Wann und wie sollte der Absender eines Stück Contents erkennbar sein?

Die Debatte ist insofern nicht neu – es ist die Debatte um die Unabhängigkeit des Journalismus, der heute zunehmend nicht mehr von vermeintlich freien Verlagen sondern von der Wirtschaft bezahlt wird.

„Gut gemachtes Content Marketing ist für mich eben kein Journalismus aus der Hölle“, schreibt Lohmeyer am Ende seines Artikels – und grenzt ein: Wenn er transparent gestaltet ist.



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Die Suche nach dem perfekten Social Media-Beitrag ruiniert vielen Menschen die Freude am erlebten Moment.

Das zumindest zeigt eine Umfrage der beiden Autoren Joseph Grenny und David Maxfield, Co-Autoren des Buches Crucial Conversations.  

Grenny und Maxfield haben 1.623 Teilnehmer zu ihrer Obsession mit Social Media befragt. Ergebnis: Satte 58 Prozent der Befragten finden, dass die Jagd nach dem perfekten Foto für ihre Social Media-Profile den Moment in der „echten“ Welt zerstören.

Smartphone weg, Leben genießen.
Social Media kann warten!

Gar 91 Prozent der Befragten sagen, sie hätten mindestens schon einmal einen „großartigen Moment“ verpasst, weil sie damit beschäftigt waren ein Foto oder Video von eben diesem Moment online zu stellen.

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meerkat

Eine App erobert das Internet im Sturm: Mit Meerkat können (Twitter-)Nutzer live Video-Streams mit dem Smartphone erstellen und so Zuschauer in ihren Alltag mitnehmen.
„Wir werden Social Media neu erfinden“, ist sich Meerkat-Gründer Ben Rubin (Porträt im Guardian) sicher. Und wird von einer fast beispiellosen Welle der Aufmerksamkeit getragen. Seit dem Launch der App am 27. Februar ist ihm die mediale Aufmerksamkeit sicher. Und das aktuell laufende South by Southwest Interactive Festival dürfte ihn noch weiter tragen.

Streaming ist aktuell überhaupt das nächste Große Ding in Social Media. Das zeigen Plattformen wie YouNow, aber auch die der Kauf des Streaming-Dienstes Periscope durch Twitter. Der Micro-Blogging-Dienst hat mittlerweile übrigens die Möglichkeiten, Daten mit Meerkat auszutauschen eingeschränkt.

Daniel Fiene stellt die App ausführlicher bei RP Zeitgeist vor.
Meerkat übertragt den Gedanken Twitters – nur die aktuelle Sekunde zählt – perfekt in das Video-Format.

Video ist das große Thema für Nutzer in 2015. Streaming, auch es selbst zu tun, ist die Weiterentwicklung dessen. Stellt sich die Frage, wer all den Produzenten eigentlich noch folgen soll? Das wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Erste Firmen wie beispielsweise RedBull experiment bereits mit Meerkat …



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