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Die Macher der Wirtschafts-Nachrichten-Seite Quartz haben in den zurückliegenden Jahren bereits gezeigt, dass sie Themen neu denken und Nachrichten-Vermittlung auf neue Ebenen führen. Dass sie mit diesen Ideen oftmals richtig liegen zeigen diverse Portale, die sich offenkundig von Quartz inspirieren lassen. Die Krautreporter zum Beispiel.

Nun könnte Quartz die nächste Inspirations-Quelle für große Nachrichten-Seiten erfunden haben.
Eine News-App, die vollkommen neu gedacht ist. Denn wer hier Nachrichten lesen will, muss selbst aktiv werden.

Die Quartz News-App agiert wie eine Messenger-App. Man schickt eine von zwei vorgegebenen Texten oder ein Smiley an die App und die App antwortet mit entsprechenden Informationen.

Beispiel:
Quartz News App

Die App schreibt also: “Schön gehört, dass …?”, der Nutzer fragt nach mehr (oder auch nicht) und die App reagiert entsprechend. So lernt Quartz, was Nutzer für Themen wollen und welche Sprache sie bevorzugen. Das Arbeiten mit Smileys, animierten gif und kleinen Wortwitzen gehört zum Konzept. Quartz will sein wie ein Freund, der einem etwas erzählt – weg vom Konsum, hin zum Austausch.

Sechs Redakteure übersetzen Nachrichten zum Start in das neue Chat-Format. Und jeder, der schon einmal einen Messenger auf dem Smartphone benutzt hat, sollte damit zurecht kommen.

Das neue Format ist sicherlich nicht geeignet, um sich einen schnellen Überblick zu verschaffen. Vielmehr will es der freundliche Nachrichten-Überbringer zwischendurch und für Schlagzeilen sein.

Inspirieren lassen haben sich die Macher der App vom Spiel Lifeline sowie der App Lark, wie Chefredakteur Zachary M. Seward in einem ausführlichen Beitrag zur App erklärt.
Diese Apps vermischen den Charakter der erfolgreichen Messenger mit einem Ziel – täuschen so eine gewisse Intelligenz und Interaktion vor.

Zumindest in den ersten Minuten geht das Konzept von Quartz auf. Es macht Spaß Nachrichten auf diese Weise zu konsumieren. Auch Push-Nachrichten kann die App versenden und verspricht dabei, nicht aufdringlich zu sein. Es wird sich über die kommenden Tage im Test zeigen, ob das Konzept auch nachhaltig begeistern kann.

Die App gibt es vorerst nur für iOS (iPhone) Gerät. Als erster Werbekunde ist MINI mit an Bord.



Twitter ist tot? Alles Quatsch!

“Das Ende von Twitter”, prophezeit Joshua Topolsky, Co-Gründer von The Verge und Vox Media, in einem recht ausführlichen Artikel auf The New Yorker. Damit stimmt Topolsky in einen Chor ein, der in den letzten Wochen mit zunehmender Dramatik die Entwicklungen bei Twitter in einem Klagelied besingen.
Das Unternehmen versucht auf Druck seiner Investoren nach möglichen neuen Ansätzen für weiteres Wachstum und ruft dabei zahlreiche Hobby-Kaffeesatzleser auf den Plan.
Dabei scheint es dem Unternehmen – trotz “Manager-Exodus’” und Diskussionen um neue Features – so schlecht nicht zu gehen. Zumindest, wenn man einem Fakt aus der USA Today glaubt: Denn immerhin 412 Jahre könnte der Dienst mit den vorhandenen Kapitalreserven bei aktuellen Nutzerzahlen einfach so weiter laufen.
Diese und andere Fakten trägt Anthony De Rosa als Replik auf Topolsky zusammen und zeigt auf, dass Twitter noch weit von einem Tod entfernt ist.

Aber was bringen die ganzen Diskussionen eigentlich? Außer Wirbel für den Twitter-Aktienkurs?

Ich bin es irgendwie leid, mir jede Woche aufs Neue diesen Quatsch reinzuziehen. Wenn die so viel Geld haben, dann sollen die doch einfach entweder das Ding dicht machen und das Geld spenden. Oder aber sich frei machen von diesem ganzen Scale-Wahnsinn und einfach einen guten Service liefern. Was ist denn eigentlich los mit dieser Welt?

Martin Giesler will die quälend langweilige Diskussion zum möglichen und unausweichlichen Ende von Twitter nicht mehr führen, schreibt er im Social Media Watchblog. Und vielleicht wäre das auch für Twitter und Journalisten mal eine Anregung. Einfach einmal aus dem Strudel aus Ohh!, Ahh! und Um-Himmels-Willen! aussteigen. Als einer der Top-Social Media-Netzwerke aber steht Twitter unter besonderer Beobachtung und CEO Jack Dorsey wird in den kommenden Wochen nicht nur auf die Technologie und Nutzer von Twitter achten müssen, sondern auch vermehrt auf die die Wirkungen seiner Worte und Handlungen nach außen …



Facebook will mehr Werbegelder

„Was Marianne Dölz in diesem Jahr vorhat“, unter diese Schlagzeile stellt die Werben & Verkaufen ihre Ausgabe 5/2015 und widmet der Facebook-Country Managerin für die DACH-Region gleich acht Seiten.

Neben dem Einrichtungsstil der Facebook Deutschland-Zentrale in Hamburg geht es – wie angekündigt – durchaus auch um einige Entwicklungen für 2016. Dabei spielt vor allem das Geld der Werber eine Rolle.

Facebook will vor allem an die signifikanten Werbegelder im Bereich des boomenden Video-Advertisings. Dabei muss das Unternehmen im nächsten Schritt vor allem Vertrauen bei den Werbern gewinnen. Dies soll unter anderem über Kooperationen mit der GfK und Nielsen Ratings passieren. Die externen Medien-Abruf-Zähler sollen Facebooks täglich über acht Milliarden Videoabrufe weltweit verifizieren.

Auch mit der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung ist Facebook hierzulande im Gespräch, um „einen gemeinsamen Nenner zu finden und eine Zusammenarbeit, die unseren Qualitätsanspruch nicht unterminiert“ zu definieren, wie es Dölz formuliert.

Daneben ist vor allem das Mobile Advertising für Facebook wichtig. Schon heute nutzt eine signifikante Menge an Menschen die Plattform mobil. Im Dezember 2015 waren so durchschnittlich 934 Millionen Menschen täglich über mobile Geräte auf Facebook aktiv (Facebook-Statistik) – immerhin 85% aller Nutzer. Gleichzeitig aber investiert die Werbebranche Dölz zufolge nur ein Prozent der Brutto-Werbebudgets für Mobile Advertising. Das will Facebook ändern und Überzeugungsarbeit leisten.

Inwieweit das soziale Netzwerk auch seinen Messenger sowie die Tochter-App WhatsApp vermarkten will, lässt Dölz offen: „Bei WhatsApp stehen die Teams noch ganz am Anfang. […] Werbeplatzierungen innerhalb von WhatsApp sind aktuell nicht geplant.
Alle Werber, die auf eine Öffnung des Messengers für Marken hoffen, müssen sich ebenfalls noch gedulden. „Wir hoffen, dass wir dieses Jahr auch hier etwas vorstellen können“, bleibt Dölz vage. Immerhin, so weiter, seien die ersten Tests „vielversprechend“.

Insgesamt verspricht die Managerin: „2016 werden Sie sicher mehr von uns sehen“, und mancher mag das als Drohung ansehen. Dölz spielt damit vor allem darauf an, dass sich Facebook damit beschäftigt, wie es nach außen hin selbst gezielter und präsenter auftreten kann. Wir werden sehen, was Nutzern, Werbenden und Unternehmen in den nächsten 11 Monaten bevorsteht …



Das Team von FanpageKarma hat das eigene Analysetools angeworfen und die erfolgreichsten Facebook-Beiträge des Jahres ermittelt – und zwar auf Tagesbasis.
Herausgekommen ist ein beeindruckender Kalender, der für jeden Tag vom 01. Januar 2015 bis 126. Dezember 2015 die meist-gelikten und geteilten Beiträge zeigt.

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Überraschend: An den “Kalendersprüche auf Bildern”-Kreativen von Made my Day kommt – in absoluten Zahlen – keiner vorbei. Und wenn es einer ist, dann der FC Bayern sowie die Fussball-Nationalelf.

Der erfolgreichste Post mit Markeninhalt dürfte indes die Verlosung eines Thermomixers durch Radio Brocken sein. Daneben hat es nur ein Kinofilm in die Liste geschaft: Fast & Furious.

Zu den erfolgreichsten Marken-Postings gehören vor allem die Beiträge der Automarken Audi und BMW.

Grundsätzlich sollte man auch die Zahlen von Fanpage Karma relativieren, sie geben jedoch einen guten Eindruck davon, wie das Facebook-Publikum in Deutschland tickt. Deshalb allein ist die Auswertung einen Blick wert.



Facebook: Live-Streaming für verifizierte Seiten. Facebook führt mit ‘Live’ die Möglichkeit ein, das verifizierte Seiten Live-Streams anbieten können. Möglich über die mobile App. Bisher war dies nur verifizierten Personen über die App ‘Mentions‘ möglich.

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Buffer kauft Respondly. Die Konsolidierung des Marktes im Bereich der Social Tools schreitet voran. Nachdem Facelift vor wenigen Tagen socialbench übernommen hat, regt sich jetzt auch der US-Markt. Der Dienst Buffer übernimmt Respondly und integriert ihn unter neuem Namen in seine eigenen Dienste.

Content Marketing, Mobile Web und Nachhaltigkeit in der Kommunikation. Das sowie zwei weitere Punkte benennen zehn deutsche ExpertInnEn als Digital-Trends 2016. Keine Überaschungen, aber ausführlich begründet.

Was uns 2016 in Social Media erwartet. Trends, Potentiale und Erwartungen – some.io zeigt in einem ausführlichen Bericht, was uns in Social Media im kommenden Jahr erwartet. Teil 1 und Teil 2.

Kurzmeldungen

Nach 14 Stunden: Gerichtshof hebt WhatsApp-Blockade in Brasilien auf.

Edeka, Adidas und Mercedes – die viralsten deutschen Marken im Jahr 2015.

Bitkom und Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) gehen hart mit der neuen EU-Datenschutzreform ins Gericht.

Visualisierung: Social Media Fakten in Echtzeit.

… mehr Kurzmeldungen gibt es täglich via @medienrauschen auf Twitter!

Über den Tellerrand

Erweiterung für Chrome & Safari filtern Deinen Facebook-Stream neu. Eine Browser-Erweiterung von Juraj Ivan filtert alle Inhalte wie Werbung oder ungewollte Empfehlungen aus dem eigenen Facebook-Stream. /via TNW

Instagram-Männer und Machtverhältnisse. Hinter dem Leiden der Instagram-Männer steckt mehr als nur eine Schaufel voller Humor, meint Marinela Potor bei den Netzpiloten. Zum einen könnte der Instagram-Ruhm der Frauen das klassische Rollenverhältnis auf den Kopf stellen. Zum anderen ist es aber eben auch die Kritik daran, dass wir möglicherweise zu viel Zeit damit verbringen, unser Leben für soziale Netzwerke künstlich in Szene zu setzen.

DIY-Socken pausieren Netflix-Stream. Netflix hat die Bastel-Anleitung für alle Binge-Watcher veröffentlicht. Mit Hilfe einer Beschleunigungselektrode in der Socke wird der Streaming-Dienst informiert, wenn der Zuschauer einschläft – und verhindert so, dass die Folge weiterläuft.

Das war die letzte Ausgabe von Daily für 2015. medienrauschen wünscht allen Lesern, Freunden, Kollegen und Kunden eine geruhsame und frohe Zeit durch die Feiertage. Wir lesen & sehen uns im nächsten Jahr!



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