Wir sind medienrauschen.
Social. Content. Marketing.

Getty Images will Geld für Socially Awkward Penguin. Der Stockfoto-Anbieter Getty Images macht Lizenzrechte am Pinguin-Ursprungsbild geltend, welches sich seit 2009 als Meme im Netz millionenfach verbreitet hat. Die Betreiber von getDigital.de dokumentieren ihre Abmahnung und stellen eine Alternative zur Verfügung. Ob es nützt?

Twitter weiterhin Nische in Deutschland. Mit gerade mal 0,88 Millionen aktiven Nutzern ist Twitter in Deutschland nach wie vor ein Nischen-Social Network.
Damit hätte YouTube-Star Dagi Bee mit 1,07 Mio. Followern auf Twitter quasi ganz Aktiv-Twitter-Deutschland am Hals …

Snapchat mit riesigem Video-Aufkommen. Während alle über den Video-Kampf Facebook vs. YouTube reden, schleicht sich ein anderer Anbieter von hinten an die beiden an: Snapchat. Der Dienst liefert bis zu 4 Milliarden Video-Views pro Tag aus.

Über den Tellerrand

Die Rückkehr der Musik-Kassette. Von wegen tot! Die Musikkassette lebt – dank Retro-Trend, Kindern und Indie-Bands.

Wir sind da noch total lean aufgestellt, aber edger!“ Das Gründer-Festival Bits & Pretzels in München (27.-29.09.2015) sorgt mit einer wunderbaren Parodie auf den Start-up Hype für Lacher und Aufmerksamkeit.
Anschauen, das ist das neue Unicorn! ;-)



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Facebook rollt eine neue Funktion aus, die vor allem Community Managern das Leben einfacher machen dürfte. Sie können künftig auf öffentliche Nutzer-Kommentare nicht nur öffentlich antworten, sondern direkt auch eine Nachricht senden. So kann eine Konversation ohne größere Umstände in eine private Unterhaltung gezogen werden.

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Schickt eine Seite über die neue “Nachricht senden”-Funktion eine Privat-Nachricht an einen Nutzer, erhält dieser eine entsprechende Information über die Messenger-App. Die so versandte Nachricht landet inklusive eines Hinweises auf den Ursprungs-Beitrag direkt beim Nutzer und verschwindet nicht im “Sonstige”-Ordner seines Posteingangs.

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Community Manager haben mit der neuen Funktion eine Möglichkeit, Gespräche in einen Chat zu ziehen und so schneller zu deeskalieren oder private Informationen anzufordern. Abzuwarten bleibt, wie Nutzer auf diese neue Funktion reagieren. Vielleicht auch deshalb ist die neue Funktion aktuell nur Verifizierten Seiten vorbehalten. Wann und ob auch normale Facebook-Seiten die Funktion erhalten ist unklar.

Eine kleine Einschränkung gibt es: Ob eine Seite eine “Nachricht senden” kann, scheint abhängig von den Privatsphären-Einstellung des Nutzers. Hat dieser seine Kontaktmöglichkeiten entsprechend eingeschränkt, erscheint die Funktion nicht unter seinem Kommentar.

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(Hinweis: Bei den gezeigten Bildern handelt es sich um eine Symbol-Nutzung der Funktion. Seiten sollten davon Abstand nehmen die neue Funktion für “banale” Kommunikation einzusetzen und Nutzer so zu belästigen.)



Facebook ändert Seitenlayout und macht die Profilbilder/Logos von Seiten kleiner. Die damit einher gehende neue Anordnung der Navigationselement einer Seite sollte der Übersichtlichkeit dienen. Erste Tests laufen aktuell, wann eine vollständige Umschaltung erfolgt ist unbekannt.

Facebook: Abwesenheitsnotiz für Seiten? Der Kundenservice auf Facebook wird zunehmend wichtiger, was die Plattform nicht zuletzt auch durch die Anzeige von Antwortzeiten forcieren will. Nun testet Facebook offenbar eine „Abwesenheitsmeldung“ für Seiten, um jenen Seiten ohne großes Support-Team eine Chance zu geben, auch Auszeiten zu definieren.

Instagram baut Messenger-Funktion aus. Mit Instagram Direct hat Instagram vor einiger Zeit eine wenig beachtete Messaging-Funktion vorgestellt. Nun bekommt diese ein signifikantes Update, dank dessen sich u.a. Bilder in einer Gruppe mit Freunden teilen lassen. Das fühlt sich nun wie ein richtiger Messenger an, schreibt Ariha Setalvad bei The Verge.

Sättigungseffekt auf Instagram? Das Wachstums- und die Interaktionsraten auf Instagram sinken. Liegt es am steigenden Bilderaufkommen, an der Werbung oder stößt der Bilder-Dienst an eine Grenze?

Kurz:
Warum Snapchat so erfolgreich ist und 2016 alles zerstören wird, erklärt euch Philipp Steuer.

Mit Content Marketing will Adidas an Kontur gewinnen. PR-Redaktionen produzieren markenbezogenen Content für das Social-Zeitalter statt Unternehmensmeldungen. Ein Blick auf den neue Content Marketing-Ansatz wagt der PR Report.

Über den Tellerrand

Neues Google Logo - 2015

Google ändert Logo. Die radikalste Änderung seines Logos seit Gründung vollzog Google gestern. Die Farben bleiben, die Serifen gehen. Hintergrund, so Google, sei die technische Revolution: Weil die Feinheiten der Serifen auf mobilen Geräten nicht erkennbar wären, nutzt man nun eine serifenlose Schrift.
Analyse im Designtagebuch

Rassismus in Social Media: Nicht jedes Mittel dagegen ist sinnvoll. Auch während unserer kleinen Sommerpause hat sich die Lage im deutschsprachigen Netz nicht beruhigt – nach wie vor brennen die Kommentarthreads jeder Diskussion, die sich um Flüchtlinge dreht. Rechter Hass und Hetze sind an der Tagesordnung, auch wenn sich die Mehrheit der Nutzer gegen diese Ausuferungen stellt. Dabei ist manchem beim Kampf gegen Rassismus im Netz jedes Mittel recht. Warum es aber nur noch größere Probleme schafft, Neonazis wegen Facebook zu verpetzen führt Matern Boeselager bei VICE aus.

Meinung: Die Kommentarfunktion auf News-Seiten gehört abgeschafft, findet zumindest Martin Weigert angesichts der Flut an rassistischen und sinnfreien Kommentaren. Medien sollten ihre Ressourcen lieber auf guten Journalismus konzentrieren.

PayPal.me soll das Bezahlen mit PayPal vereinfachen – vor allem außerhalb von Online-Shops soll der neue Service die Nutzer gewinnen. T3N erklärt, wie das geht und was es bringt.

Die Initiative „#BloggerFürFlüchtlinge“ – gegründet von Nico Lumma, Stevan Paul, Karla Paul und Paul Huizing, hat binnen einer Woche mehr als 85.000 Euro für die Unterstützung von Flüchtlingen in Deutschland gesammelt. Und ist jede Unterstützung wert.

… und zum Schluss:
Eine Armee von Hundespielzeug-Enten erobert das Netz & ist auf dem Weg, das viralste Video des Jahres zu werden.
Seht selbst – allerdings unbedingt mit Ton! #DuckArmy



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Instagram-Nutzer können künftig nicht mehr nur quadratische Bilder mit der Welt teilen – der Dienst öffnet sich für andere Bildformate.

Instagram nimmt eine signifikante Änderung an seinem Dienst vor: Man verabschiedet sich vom Quadrat als einzig zulässiges Foto-Format. Mit Version 7.5 der App können Bilder künftig auch mit anderen Bildformaten als 1:1 veröffentlicht werden.

Bisher stellten gerade die quadratischen Bilder das einzigartige Element von Instagram dar. Seit seiner Gründung 2010 hielt der Dienst daran fest, nun jedoch gibt man es auf.

Der Grund für die Entscheidung, auch “Portrait”- und “Landscape”-Formate zuzulassen, so Instagram in einem Blog-Posting, ist einfach: Bereits jedes fünfte Bild sei vom Motiv her nicht quadratisch, sondern würde mit Bildrändern versehen. Dieser Entwicklung wolle man entgegen kommen. Trotz allem, versichert Instagram: “Square format has been and always will be part of who we are.
Wirklicher Hintergrund dürften aber nicht die Nutzer, sondern die zunehmende Zahl von aktiven sowie werbenden Unternehmen sein. Dank des Updates können die nun ihre standardisierten Foto- und Werbe-Formate einsetzen.
Ob auch die Fans wirklich hinter dem Format-Update stehen wird sich zeigen müssen.

Denn gerade die quadratische Gestaltung macht den Dienst für viele Nutzer eigentlich spannend – ergeben sich so doch neue Perspektiven oder Bild-Ansätze. Nun ermöglicht Instagram jedoch auch traditionelle Bild-Kompositionen. Nutzer haben dafür in der Bild-Auswahl innerhalb der App die Möglichkeit sich zwischen den Formaten zu entscheiden.

Die Änderungen betreffen auch Videos: “Wir sind vor allem auch gespannt, was das [die Format-Änderungen] für Videos aus Instagram bedeutet, da diese in Widescreen nun noch mehr Kinogefühl vermitteln.



Für was sind Fans in Social Media gut? Insbesondere für Medienmarken nicht für viel mehr als günstiges Klickvieh. Diesen Eindruck zumindest kann man gewinnen, wenn man manche Verlagspublikation auf Facebook näher betrachtet.
Mit allerlei billigen Tricks wird versucht, die eigenen Fans dazu zu bringen, auf die eigenen Links zu klicken und so den Traffic auf der Website zu erhöhen. So sehr man kritisieren kann, dass Facebook versucht, einen Walled Garden zu errichten – statt die Stärken der Plattform zu nutzen, setzen viele Anbieter auf die Neugier der Nutzer. Nachhaltig ist dies wenig. Solang jedoch einfach nur der Klick- und Besucherzähler auf Websites die entscheidende Währung im Netz ist, wird sich am Clickbait-Kampf wenig ändern.

Einen neuen Tiefpunkt im Kampf um den Klick hat nun die TV Movie auf Facebook erreicht.

Bereits seit geraumer Zeit ist der Programm-Titel im Social Web mit Clickbait-Beiträgen auf der Jagd nach Aufmerksamkeit. Am Dienstag nun sind die zuständigen Social Media Redakteure jedoch weit über das Ziel hinaus geschossen.

Die Nachricht um den an Krebs erkrankten TV-Moderator Roger Willemsen verpackten sie in diesem Facebook-Beitrag:
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Als Fans der Seite negativ auf den Beitrag reagierten, entschloss man sich, den Beitrag zu löschen sowie die eigene Pinnwand für initiale Nutzerkommentare zu sperren. Etwas später reagierte man mit einer halbherzigen Entschuldigung an die Nutzer – nicht jedoch an Willemsen, dessen Erkrankung man für den Clickbait nutzte.

Geschmackloser Clickbait hat beim Bauer Verlag Prinzip.

Dass die TV Movie allerdings nicht allein mit dieser Strategie ist, zeigt ein Blick auf die anderen Titel des Bauer Verlags, in dem u.a. auch die BRAVO sowie AUTO ZEITUNG veröffentlicht werden.
Dort adaptiert man die wohl zumindest von den Klickzahlen bis dato erfolgreiche Strategie und setzt auf ähnliche Mechanismen.
Zwei Beispiel-Beiträge vom Dienstag zeigen dies deutlich.

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Schaut man auf die Klick-Zahlen der Links, gibt die Strategie des Bauer-Verlages den Machern zumindest im Teil Recht. Über 8.000 Klicks sammelte der Artikel um den krebserkrankten Willemsen – keine so schlechte Zahl für eine Facebook-Seite mit rund 77.000 Fans, insbesondere wenn man keinen Wert auf die eigenen Fans legt sondern diese nur als Klickvieh sieht.
Die Auto Zeitung kommt mit ihrem Link auf 1.200 Klicks für ihren Beitrag (bei 83.000 Fans) – bei einem Thema, welches in Deutschland eigentlich niemanden interessieren muss, da es vom groß propagandierten Rückruf keine betroffenen Kunden in Deutschland gibt. Noch besser läuft es bei der BRAVO, die kommt gar auf satte 250.000 Klicks bei knapp 1.000.000 Fans auf Facebook.

Doch wie viel hat dies noch mit Seriösität, Journalismus oder der ernsthaften Auseinandersetzung mit den eigenen Fans zu tun? Denen kann man nicht einmal einen Vorwurf machen – die menschliche Neugier und Emotionalität wird hier gegen sie eingesetzt, um Klicks zu generieren.
Im Fall von Willemsen ging es über Grenze des erträglichen hinaus und löste einen mittelschweren Sturm gegen die Social Media Macher von TV Movie aus. Vielleicht (hoffentlich!) lernen die “Experten” von Bauer etwas daraus …

Für die Social Media Verantwortlichen anderer Unternehmen können Vorfälle wie der von TV Movie nur Dinge sein, aus denen man lernt. Allem voran, dass man die eigenen Fans nicht missbrauchen sondern ernst nehmen sollte – irgendwann kommt die selbst produzierte Antipathie sonst in Form von Empörung zurück.



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