Yahoo rennt: flickr runderneuert, ein Terabyte für jeden

Heilige Mortadella, Batman“, würde der Robin der 60er-Jahre TV-Serie angesichts dieses Angebotes ausrufen. Nur wenige Stunden nach dem Deal mit Tumblr runderneuert Yahoo die jahrelang missachtete Fotoplattform flickr. Der Fotodienst bekommt ein radikales Facelift – und pro Nutzer das größte Stück Festplatze aller Onlinedienst. Sage und schreibe 1 Terabyte Speicherplatz stellt Yahoo jedem Nutzer kostenfrei zur Verfügung. Damit ist Yahoo der König unter den Speicherplatz-Anbietern. Google hatte erst vor wenigen Tagen sein Online-Speicher-Angebot überarbeitet, stellt Nutzern jetzt 15 GB zur Verfügung. Angesichts des riesigen Aufgebots von Yahoo nun, wirken die verhältnismäßigen vielen 15 GB schon wieder winzig. Reine Speicher-Anbieter wie Dropbox warten mit 5 GB kostenfrei auf.

Yahoo wants Tumblr so bad …

[UPDATE] Yahoo hat Tumblr gekauft. Update unten im Text.

Yahoo will Tumblr. Und ist bereit, bis zu 1,1 Milliarden US-$ auf den Tisch zu legen.
Diese Summe hat die Konzernführung jetzt freigegeben, um den Blogging-Service von David Karp zu kaufen. Mit dem Zukauf hofft Yahoo-Chefin Marissa Mayer offenkundig, die Nutzerbasis des eigenen Konzerns massiv erweitern zu können und wieder ein Stück weit “cool” zu werden. Selbst im sonst recht konservativen Deutschland schlägt sich die soziale Blogging-Plattform aktuell recht gut – ist beliebter als Twitter.

Noch ist offenkundig nichts in trockenen Tüchern, doch das Netz pulsiert angesichts der Meldungen um den möglichen Kauf bereits. Während sich die BusinessWeek fragt, was Yahoo wohl mit all den Porno-Blogs auf Tumblr machen wird flüchten die ersten Nutzer bereits zu WordPress.org. Dabei erinnert die Diskussion zuweilen ein wenig an die Tage, als Yahoo flickr kaufte: “my Tumblr is a part of my identity. And for whatever reason, I don’t want to identify with Yahoo

[Update, 14:09 Uhr] Die Associated Press vermeldet via Twitter, der Kauf von Tumblr durch Yahoo sei fix. Tumblr bleibe ein eigenständiges Unternehmen innerhalb des Yahoo Imperiums.
Marissa Mayer verspricht in ihrem eigenen Tumblr-Blog derweil: “We promise not to screw it up.”

Yahoo an Tumblr interessiert?

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Ist Yahoo am Blog-Giganten Tumblr interessiert? Es sieht ganz danach aus, wenn man einem Bericht des Branchendienstes AllThingsD glauben mag. Demnach zeigt sich Yahoo-Chefin Marissa Mayer stark am derzeit noch unabhängigen Großgewicht Tumblr interessiert. Das Unternehmen sei "hipp und cool", weshalb es für Yahoo ein Zugewinn wäre. Bis zu einer Milliarde US-$ könnte der Dienst dem Web-Dino Yahoo wert sein – munkelt man.

Twitter bringt Objekten das twittern bei

Ein Kühlschrank der twittert? Oder ein Blumentopf?

Gibt es beides schon – erfunden, von findigen Bastlern. Und an denen nimmt sich Twitter nun selbst ein Vorbild. Der US-Service will künftig ein Toolkit anbieten, mit dem es erleichtert werden soll, Objekte mit Twitter zu verbinden.

Ein erstes Beispiel ist Flock. Zusammen mit der Londoner Technologie-Beratung Berg hat Twitter ein Toolkit in eine Standuhr integriert. Die Uhr kann nun twittern und auf empfangene Tweets reagieren.

Noch, so Matt Webb, CEO von Berg, seien die Hürden sehr hoch, um diesen Teil des Internets der Dinge zu realisieren. Doch man arbeite daran, diese zu senken: "Unser Ziel ist, dass Sie bis zum fertigen vernetzten Produkt nur noch einen Tag brauchen", so Webb.

Einen genauen Einblick in das Toolkit und seine Möglichkeiten gibt John Pavlus im Technology Review: Der Tweet des Kuckucks

Google+ – Alles neu macht der Mai

Ein allumfassendes Update spendiert Google seinem sozialen Netzwerk Google+. Die Techniker in Mountain View haben den Nutzern nicht nur jede Menge neuer Features spendiert, sondern auch einen neuen Anstrich. Google+ kommt künftig mit einer mehrspaltigen Ansicht daher, die man als Nutzer bspw. der iPad-App bereits kennt.

Das neue Design wird schrittweise bei den Nutzern ausgerollt, und bereits jetzt wird über die neue Ansicht wild diskutiert. An Pinterest erinnert Google+ nun eher, und der erste Eindruck dürfte nicht täuschen. Denn Google+ fokussiert sich auch mit vielen der neuen Features massiv auf Bilder. Hier bietet Google nicht nur ein schnelleres Laden von Fotos, sondern auch viele neue Bearbeitungswerkzeuge mit denen Bilder schnell und direkt verbessert und/oder verändert werden können. Zudem sucht sich das Netzwerk “schöne” Bilder via Algorithmus raus und promoted diese mehr als andere. Für Unternehmen dürfte hier spannend werden, heraus zu finden, was in den Augen der Software gute Bilder sind …
Eine Funktion, Beiträge auf den eigenen Google+-Seiten größer hervorzuheben, wie dies Facebook mit der Einführung der neuen Seitenlayouts einführte, gibt es bisher nicht. Dafür sind die neuen Seiten-Titelbilder nochmals etwas gewachsen im neuen Seitenlayout; Zeit für Community Manager sich mit dem Thema Retina-Displays und Grafik-Auflösung aktiv zu beschäftigen.

Wie auch Facebook mit seinem neuen Stream (auf den die meisten Nutzer aktuell noch warten), liefert nun auch Google+ auf alle Geräte den gleichen Newsstream aus – das bedeutet auf Smartphone, Tablet und Desktop bekommt man die gleichen Nachrichten im eigenen Stream angezeigt, was die Orientierung erleichtert.

Spannend auch, für Unternehmen: Hashtags werden noch besser in Google+ integriert. Postings können von Google+ künftig automatisch mit Hashtags verbunden werden, ohne, dass Nutzer etwas zutun. Auf diese Weise lassen sich über Hashtags Themenwelten noch besser erkunden. Laut Google+ funktioniert dieses Feature kontextsensitiv mit Bildern – ist auf einem Bild also der Eifelturm zu sehen, könnte dieser von Google+ automatisch erkannt und per Hashtag eingeordnet werden, ohne, dass der Nutzer etwas aktiv tut.

Zudem launcht Google mit der neuen Google Hangout App einen Wettbewerber zu WhatsApp und dem Facebook-Messenger. Die neue Applikation vereint Features von Google Talk, dem Chat sowie Google Hangout.

Xing auf dem Weg zum deutschen Social Network Nr. 1

Massive Traffic-Verluste der VZ Netzwerke und des Netzwerks wer-kennt-wen machen Xing zum kommenden Nummer 1-Netzwerk Deutschland. Das zeigen die Besucher-Vergleiche der deutschen Plattformen. Glaubt man den von Statista erhobenen Daten, ist Xing die einzige Plattform mit leicht steigenden Besucherzahlen, während der Rest am Markt zum Teil massiv Traffic und Nutzer verliert.

So kam Xing kam im April 2013 auf 26,2 Mio. Visits. Noch liegt nur wer-kennt-wen vor dem Business-Netzwerk aus Hamburg, doch der Trend beim zu RTL gehörenden Netzwerk zeigt klar nach unten. Die Tage der Marktführerschaft scheinen gezählt – binnen zwölf Monaten hat “wkw” satte 45 % seiner Visits verloren.

Der Trend täuscht aber dennoch. Denn gegen die “eingewanderten” Netzwerke Facebook, Twitter und Google+ sind die hiesigen Anbieter machtlos. Allein der Xing-Wettbewerber LinkedIn hat es in Deutschland ein wenig schwerer

Amazon startet virtuelle Währung

Amazon startet wie angekündigt seine virtuelle Währung "Amazon Coins". Nutzer eines Kindle Fires in den USA bekommen zum Start 500 Amazon Coins geschenkt, was einem Gegenwert von 5 US-$ entspricht.

Dass zuletzt Facebook mit der Einführung seiner virtuellen Währung eine Bauchlandung machte, scheint Amazon nicht zu scheren. So sieht Karsten Werner auf etailment zur Ankündigung der neuen Währung im Februar Amazon Coins weniger als "*Umsatzbringer, sondern Steigbügel für Amazon Payments*".

"*Wir werden weitere Möglichkeiten hinzufügen, Coins zu verdienen und auszugeben*", gibt Mike George, Amazons Vice President of Apps and Games, zum Start zu Protokoll. Vorstellbar ist also ein Belohnungssystem innerhalb des weitreichenden Amazon-Universums, bspw. durch das Schreiben von Produktbesprechungen.

Wann die virtuelle Währung den Sprung nach Europa schafft ist aktuell nicht bekannt.